DHB-Pokal: Halbfinalpaarungen stehen fest
Gummersbach führt den THW vor
Dieses spielt wird in Gummersbach so schnell keiner vergessen! Erstmals seit zehn Jahren trat der VfL gegen den THW nicht in der Kölnarena, sondern in der altehrwürdigen Eugen-Haas-Halle an - und dort gelang den Oberbergischen die Sensation. Während die Gastgeber loslegten wie die Feuerwehr und nach 90 Sekunden 3:0 führten, lieferte der Titelverteidiger vor allem in der ersten Hälfte eine katastrophale Leistung ab. Dem VfL gelang gegen eine Kieler Deckung, die im ersten Durchgang am Rande der Arbeitsverweigerung wandelte, fast alles. Wie im Rausch erspielte sich der Altmeister gegen die Kieler, die zuvor 21 Pokalspiele in Folge gewonnen hatten, eine 21:12-Pausenführung!
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Auch nach dem Wechsel kam der Pokalsieger der vergangenen drei Jahre kaum besser ins Spiel, was nicht zuletzt daran lag, dass Stojanovic im Gummersbach im Tor über sich hinauswuchs. Gunnarsson und Zrnic trafen zudem achtmal. 35:28 hieß es am Ende in der Neuauflage des Vorjahresfinals. Das Final Four in Hamburg findet damit erstmals seit sieben Jahren ohne den THW Kiel statt!
Die Löwen krallen sich das letzte Ticket
Das letzte Final-Four-Ticket wurde im Südderby zwischen Frisch Auf Göppingen und den Rhein-Neckar Löwen vergeben. Die Löwen gewannen "das bisher wichtigste Spiel der Saison" (Kent-Harry Andersson) dank eines überragenden Uwe Gensheimer mit 33:29. Dem Linksaußen gelangen zwölf Tore.
Lübbecke und der HSV setzen sich durch
Es war die große Chance für den Bergischen HC. Bei einem Sieg gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke wäre der Zweitligist ins Final Four eingezogen - und bis zur Pause sah es gut aus für den Außenseiter in der ausverkauften Solinger Klingenhalle. Das von Ex-Nationaltorhüter Chrischa Hannawald gemeinsam mit Hans-Dieter Schmitz trainierte Team führte mit 12:11. Doch der Bundesligist schlug zurück, sorgte wie schon im Achtelfinale beim HC Erlangen mit einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang für die Entscheidung. Mit 26:22 setzte sich Lübbecke durch und durfte als erstes Team den Einzug ins Final Four nach Hamburg feiern - ein Novum in der Klubhistorie. Bester Werfer der Gäste war Alexandros Alvanos mit sieben Treffern.
Auch Bundesliga-Spitzenreiter HSV Hamburg tat sich zunächst schwer beim Außenseiter VfL Bad Schwartau. Nach einer lange Zeit ausgeglichenen Begegnung gewannen die Hanseaten aber letztlich doch deutlich mit 36:29 (11:11). Daran konnte auch der namhafteste Spieler beim Zweitligisten, Spielertrainer Thomas Knorr, nichts ändern. Der 38-Jährige hat 496 Bundesliga-Partien auf dem Buckel, 192 davon absolvierte er für den HSV. Nach dem 18:18 in der 40. Minute zog Hamburg vor 2632 Zuschauern in der ausverkauften Lübecker Hansehalle das Tempo an. Beste Torschützen waren Pascal Hens (7) und Krzysztof Lijewski (6) für Hamburg sowie Jan Schuldt (7) für Bad Schwartau.
Gummersbach trifft auf die Löwen
Inzwischen stehen auch die Halbfinalpaarungen für das Final Four fest. Gastgeber HSV Hamburg trifft auf den TuS N-Lübbecke und Vorjahresfinalist VfL Gummersbach bekommt es mit den Rhein-Neckar Löwen zu tun.
Bundesliga: Düsseldorf siegt in Minden
Im Schatten des Pokal-Viertelfinals fand am Sonntag auch das erste Bundesligaspiel des Jahres statt. Im Duell Letzter gegen Vorletzter trafen Minden und Düsseldorf aufeinander. Die HSG gewann mit 34:29, fuhr zwei ganz wichtige Punkte ein und verbesserte sich auf den Relegationsplatz. Schlusslicht Minden schwimmen langsam, aber sicher die Fälle davon.
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