Philipp Müller kommt aus Balingen
Reimann zufolge nahmen die Mittelhessen durch Sponsoren inzwischen 350.000, durch neu gezeichnete KG-Anteile 140.000 und durch private Darlehensgeber 165.000 Euro ein. Dabei habe der Klub auf die Hilfe der mittelhessischen Wirtschaft und Politik zurückgreifen können. "Wir sind nun glatt, aber noch nicht über den Berg", sagte Reimann. Er habe jeden seiner Schritte mit einem Insolvenzverwalter abgestimmt. Für die laufende Saison plant die HSG mit einem Etat von 2,7 Millionen Euro und mit einem Überschuss von 45.000 Euro.
Für die kommende Saison sicherte sich die HSG die Dienste des Rückraumschützen Philipp Müller vom Ligarivalen Balingen-Weilstetten. Der 25-Jährige soll gemeinsam mit Neuzugang Steffen Fäth (Rhein-Neckar-Löwen) in der Schaltzentrale agieren. HSG-Coach Michael Roth kennt Müller aus gemeinsamen Tagen in Großwallstadt. Müller erhält an der Lahn einen Vertrag bis 2012. Nach Jung-Nationalspieler Fäth und dem 30-maligen slowakischen Nationaltorhüter Milos Hacko (TuSPO Obernburg) ist er der dritte Neuzugang für die Saison 2010/11.
"Ich habe Philipp im Sommer 2006 aus Bayreuth nach Großwallstadt geholt und weiß deshalb genau, welche Qualitäten er besitzt und was er zu leisten im Stande ist", freut sich Michael Roth über die Verpflichtung Müllers, der übrigens Zwillingsbruder des deutschen Nationalspielers Michael Müller ist.
Roth und sein sportlicher Leiter Rainer Dotzauer sehen in Müller nicht nur den wurfgewaltigen Rückraumschützen, sondern auch einen robusten Akteur in der Abwehr. "Mit gerade einmal 25 Jahren verfügt er bereits über jede Menge Bundesligaerfahrung, dazu passt er nicht nur finanziell sondern auch charakterlich absolut in unser Konzept", so Dotzauer.
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