Kiel springt an die Spitze der Gruppe D
Die Partie gegen Celje war eigentlich schon nach einer Viertelstunde entschieden. Die Kieler legten gegen Vardar Skopje los wie die Feuerwehr, Dominik Klein erzielte den 13:5-Zwischenstand (16.) gegen die Mazedonier, die bereits vor der Partie keine Chance mehr auf das Achtelfinale hatten. Ganz so einfach wollte es Skopje dem Titelträger von 2007 dann aber doch nicht machen. Die Zebras ließen die Zügel ein wenig schleifen, allerdings gelang Andersson mit einem direkten Freiwurf der immer noch beruhigende 19:13-Halbzeitstand.
Der Sieg der Gislason-Truppe geriet nach der Pause zu keiner Zeit in Gefahr. Die Kieler bauten bis zur 45. Minute den Vorsprung auf 30:20 aus. So durften auch eher unbekannte Akteure wie Rechtsaußen Tobias Reichmann (drei Tore) oder der dritte Torhüter Andreas Palicka Spielpraxis sammeln. In den Schlussminuten war der Torhunger der Kieler immer noch nicht gestillt, die Zebras schraubten das Ergebnis letztlich bis auf 39:23 in die Höhe. Beste Werfer waren Kreisläufer Igor Anic und Rechtsaußen Christian Sprenger mit je sechs Treffern.
Durch den Patzer des FC Barcelona in Kolding (25:25) steht somit Kiel als Tabellenführer der Gruppe C fest. Mit 17:3 Punkten liegen beide Teams gleichauf, den direkten Vergleich entschied der THW dank eines mehr erzielten Treffers für sich (30:27, 30:32). Die Norddeutschen werden somit im Achtelfinale auf einen Gruppenvierten treffen und dürfen das Rückspiel zuhause bestreiten. Die Auslosung für die K.o.-Runde, die zwischen dem 24. März und 04. April ausgetragen wird, findet am Dienstag statt.
Eine wesentlich schwerere Aufgabe hatte der HSV Hamburg zu bewältigen. Schließlich spielten bei Kontrahent Croatia Zagreb große Namen wie Ivano Balic, Mirza Dzomba oder Kiril Lazarov. Allerdings war die Ausgangslage denkbar günstig, denn nur bei einer Niederlage mit mindestens neun Toren wäre der zweite Platz futsch gewesen. Die Hanseaten behielten jedoch Rang zwei und somit das Heimrecht im Achtelfinal-Rückspiel. Das Schwalb-Team zeigte sich vom blamablen 31:39 im Liga-Heimspiel gegen den VfL Gummersbach gut erholt, zur Pause lagen die Hamburger mit 19:14 in Front.
Die Kroaten ließen sich jedoch mit dem Publikum im Rücken zunächst nicht nervös machen, der Vorsprung des HSV schmolz und schmolz. Bis auf ein Tor kamen die Kroaten heran - doch den Ausgleichstreffer wusste der Bundesligist stets zu verhindern, auch wenn er mit dem wendigen Kreisläufer Gyula Gal so seine Probleme hatte. In der 58. Minute war schließlich Hens mit dem 32:29 zur Stelle, die Vorentscheidung war gefallen. Per Siebenmeter stellte Hans Lindberg den 33:29-Endstand her. Bei den Hamburgern konnte vor allem Domagoj Duvnjak (9 Tore) gegen seinen Ex-Klub überzeugen.
Tore Croatia Zagreb: Lazarov 7/4, Gal 6, Gojun 5, Balic 3,
Dzomba 3/2, Maric 2, Strlek 2, Kopljar 1
HSV Hamburg: Duvnjak 8, Lindberg 7/4, Lackovic 6, Hens 3, Vori 3,
Marcin Lijewski 3, Jansen 1, Bertrand Gille 1, Krzysztof Lijewski 1
Zuschauer: 15 200 (ausverkauft)
Strafminuten: 4 / 2
Tore THW Kiel: Sprenger 6, Anic 6, Zeitz 4, Klein 4,
Palmarsson 4, Jicha 4/2, Andersson 3, Reichmann 3, Ilic 3/2, Ahlm 1,
Narcisse 1
Vardar Skopje: Pecakovski 5, Pesic 5, Jovcevski 4, Angelovski 3,
Markoski 3, Alusovski 2, Makaloski 1/1
Zuschauer: 10 250 (ausverkauft)
Strafminuten: - / 8
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 04:00 | SKYS1 | Formel 1 Großer Preis von Ungarn |
| 04:45 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 05:30 | SKYS1 | Formel 1: Inside Grand Prix |
| 05:45 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 06:00 | SP1 | Poker |