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27.02.2010, 21:33

Eisschnelllauf, Teamwettbewerb Frauen

Gold mit Kufenspitzenlänge für deutsches Team

Mächtig spannend verlief der Team-Wettbewerb der Eisschnellläuferinnen vor allem für das deutsche Team. Nachdem Stephanie Beckert und Co. bereits im Halbfinale mit Glück weitergekommen waren, holten sie im Endlauf auf die stets führenden Japanerinnen in der letzten Runde über eine Sekunde auf und holten Gold mit 0,02 Sekunden Vorsprung. Bronze sicherte sich überraschend das polnische Team.

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Kurios aber erfolgreich: Anni Friesinger-Postma stürzt ins Ziel beim Halbfinale.
Kurios aber erfolgreich: Anni Friesinger-Postma stürzt ins Ziel beim Halbfinale.
© picture-alliance Zoomansicht

Bereits am Freitag standen die Viertelfinals des Eisschnelllauf-Teamwettbewerbs der Damen statt. Dabei setzten sich die Japanerinnen mit einer sicheren Leistung und 4,56 Sekunden Vorsprung gegen Südkorea durch. Polen besiegte überraschend deutlich Russland (1,96 Sekunden). Mit einer Riesen-Leistung konnten für Deutschland Daniela Anschütz-Thoms, Anni Friesinger-Postma und Stephanie Beckert die Niederländerinnen in Schach halten und mit 1,43 Sekunden Vorsprung ins Halbfinale einziehen. Dort wartete die USA, die zum Entsetzen des Publikums um die Winzigkeit von 0,05 Sekunden Kanada eliminierten.

Mit Sturz ins Finale

Im ersten Halbfinale versuchten die Japanerinnen von der Spitze weg zu laufen und hatten schnell eine Führung gegen Polen herausgelaufen. Die Polinnen steckten jedoch nicht auf und hatten auf den letzten beiden Runden noch zuzusetzen. Japan rettete den Sieg aber mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,19 Sekunden ins Ziel. Die drei deutschen Starterinen hatten das US-Team lange im Griff und führten vor der Schlußrunde mit 0,43 Sekunden. Dann fing Anni Friesinger-Postma an zu straucheln. Die beiden anderen Läuferinnen mussten auf die Inzellerin warten, die vor dem Ziel auch noch stürzte und waagrecht über die Linie glitt. Team USA konnte diese Schwierigkeiten jedoch nicht nutzen, kam selbst in Probleme und verlor das Halbfinale gegen das glückliche deutsche Team mit zwei Zehntelsekunden.

Im Lauf um Platz drei sahen die US-Girls lange wie der sichere Sieger gegen die Außenseiterinnen aus Polen aus. Eine Runde vor dem Ziel "verloren" allerdings die beiden Führungsläuferinnen Catherine Rainey-Norman und mussten den Bronze-Platz noch an die überglücklichen Polinnen abgeben.

Endlauf ohne Friesinger-Postma

Danach startete das mit Spannung erwartete Finale. Anni Friesinger-Postma wurde von Coach Stephan Gneupel nach ihrem Zielsturz beim Halbfinale durch Katrin Mattscherodt ersetzt. Die drei Japanerinnen machten aber von Beginn an Dampf. Der Vorsprung der Asiatinnen betrug teilweise mehr als eineinhalb Sekunden. Zum Ende des Rennens ging Masako Hozumi, Nao Kodaira und Maki Tabata aber zusehends die Luft aus und die deutschen Ausdauerspezialistinnen kamen näher. In der letzten Runde holten sie über eine Sekunde auf und sicherten sich mit 0,02 Sekunden Vorsprung denkbar knapp die Goldmedaille.

27.02.2010, 21:33
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