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06.02.2010, 16:25

Fed-Cup: 1:1 nach erstem Tag

Grönefeld legt vor, Petkovic verliert

Deutschland im Fed-Cup-Halbfinale - das klappte zuletzt vor 15 Jahren. Anna-Lena Grönefeld, Andrea Petkovic, Kristina Barrois und Tatjana Malek sollen diese Durststrecke am Wochenende in Tschechien beenden. Grönefeld machte den Anfang, bezwang Lucie Safarova mit 6:2 und 6:2. Petkovic maß sich im Anschluss mit Petra Kvitova und verlor mit 4:6 und 4:6. Die deutsche Nummer eins, Sabine Lisicki, ist nicht dabei, sie sammelt in Thailand Weltranglisten-Punkte.

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Debütiert im Einzel: Andreas Petkovic sucht den zweiten Punkt für Deutschland.
Unglückliches Einzel-Debüt: Andreas Petkovic verlor gegen Petra Kvitova.
© picture-alliance Zoomansicht

"Wenn wir es wie im vergangenen Jahr schaffen, Teamgeist zu zeigen und an unsere Grenzen zu gehen, können wir das Halbfinale erreichen", blickte Teamchefin Barbara Rittner positiv auf das Duell gegen Tschechien. Erstmals seit 1997, damals siegten in Mannheim die Tschechinnen mit 3:2, kommt es wieder zum Duell zwischen den Nachbarländern - von den insgesamt fünf Vergleichen verloren die deutschen Spielerinnen vier.

Dem schnellen Hartplatzboden in Tschechiens Tennishauptstadt Brno und dem Heimvorteil zum Trotz machte sich Anna-Lena Grönefeld im Auftakteinzel am Samstag auf, ihre Farben in Führung zu bringen. Tschechiens Topspielerin Lucie Safarova, Nummer 46 der Weltrangliste, besaß nicht den Hauch einer Chance und zog glatt mit 2:6 und 2:6 gegen die 20 Plätze schlechter notierte Grönefeld den Kürzeren. Die Deutsche zeigte sich vor allem bei Aufschlag Safarova nervenstark und verwandelte alle ihre vier Breakmöglichkeiten auf Anhieb. Deutschland führte 1:0.

Im Anschluss gab dann Andrea Petkovic gegen Petra Kvitova ihr Fed-Cup-Debüt im Einzel, nachdem sie 2007 an der Seite Tatjana Maleks bereits einmal gegen Kroatien im Doppel zum Einsatz gekommen war. Petkovic, Nummer 49 der Welt, war gegen Petra Kvitova (68) leicht favorisiert. Doch die hoch motivierte Petkovic konnte es Grönefeld nicht nachmachen. Der erste Satz ging mit 6:4 an Kvitova.

Der Fed Cup hat eine große Priorität in meinem Leben. Eines meiner Ziele im Leben ist, ihn gerade mit diesem Team irgendwann einmal zu gewinnen. Andrea Petkovic

Tags darauf am Sonntag (12 Uhr) werden die Kontrahentinnen getauscht, erst trifft Petkovic auf Safarova, dann Grönefeld auf Kvitova. Beim abschließenden Doppel ist Grönefeld, Nummer 66 der Welt, überraschend nicht dabei, hier kommen Barrois und Malek gegen das tschechische Duo Lucie Hradecka/Kveta Peschke zum Einsatz.

Kveta Peschke und Barbara Rittner, 2004
Kennen sich noch aus gemeinsamen Profi-Jahren: Kveta Peschke (l.), die im Doppel für Tschechien antritt, und Deutschlands Teamchefin Barbara Rittner.
© imago

Mit Peschke, inzwischen 34 Jahre alt, hat selbst Rittner noch zusammengespielt. Überhaupt habe Tschechien "ein starkes, ausgeglichenes Team", findet Rittner, "und darüber hinaus natürlich auch den Heimvorteil, aber wir glauben an unsere Chance".

Lisicki in Thailand, Rittner findet's okay

Thema war im Vorfeld aber natürlich auch das Fernbleiben von Lisicki, der der Termin nicht in die Turnierplanung passte und die deshalb lieber beim mit 220.000 Dollar dotierten WTA-Turnier im thailändischen Pattaya aufschlägt. Die Berlinerin plant so bald wie möglich den Sprung unter die Top Ten der Welt, da ist jeder Punkt wertvoll. "Auf jeden Fall" könne sie die Begründung verstehen, erstickte Rittner einen möglichen Brandherd sofort im Keim.

Zumal Lisicki, aktuell die Nummer 25 der Welt, bisher immer zur Verfügung stand und einen großen Anteil am Aufstieg in die Weltgruppe trug, der im Vorjahr mit knappen Siegen gegen die Schweiz und China sichergestellt worden war. Trotzdem sagte Rittner auch: "Natürlich bin ich auch enttäuscht, denn Sabine hätte uns mit Sicherheit weitergeholfen. Gut nur, dass hinter ihr fünf bis sechs weitere Spielerinnen stehen, die Weltgruppenformat haben."

Der nächste Gegner - Ukraine, Italien oder Belgien?

Sollte sich das deutsche Team, das in fünf Duellen gegen Tschechien nur 1987 gewinnen konnte, durchsetzen, dürfte es sich auf ein Heimspiel freuen - entweder gegen die Ukraine oder Titelverteidiger Italien.

Bei einer Niederlage stünde ein Relegationsspiel an, hier wäre die belgische Auswahl um Kim Clijsters und Justine Henin, mit Sicherheit am unangenehmsten. Immerhin hat Lisicki laut Rittner signalisiert, dann wieder zur Verfügung zu stehen - wenn denn Partie, Austragungsort und Bodenbelag in ihren Turnierplan passen.

06.02.2010, 16:25
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