Ch. League

Auf wen trifft der THW Kiel im Viertelfinale der Handball Champions League?

Hinspiel der Play-Offs steht an

Auf wen trifft der THW Kiel im CL-Viertelfinale?

Der THW Kiel trifft im Viertelfinale der Champions League auf den Gewinner der Play-Off-Partien zwischen dem HC Zagreb und Montepellier HB.

Der THW Kiel trifft im Viertelfinale der Champions League auf den Gewinner der Play-Off-Partien zwischen dem HC Zagreb und Montepellier HB. Sascha Klahn

Mit dem HC Zagreb würde der THW Kiel auf keinen unbekannten Gegner treffen. Den Kroaten waren die Zebras bereits in der Gruppenphase begegnet, beide Spiele konnten die Kieler deutlich gewinnen: Im Hinspiel zu Saisonbeginn gab es Mitte September einen 30:23-Auswärtssieg, mit dem 33:22-Heimsieg im Rückspiel krönte der THW den Gruppensieg. Auch wenn es für den kroatischen Spitzenclub nicht für einen Sieg gegen die Kieler gereicht hat, konnte die Mannschaft in der Gruppenphase einige Ausrufezeichen setzen: Nennenswert sind beispielsweise das 28:26 gegen Paris, das 30:25 gegen Pick Szeged, zwei deutliche Siege gegen Kolstad (34:25 und 31:20) sowie Unentschieden gegen Kielce und Aalborg.

Damit konnte sich der HC nach zwei Jahren Abwesenheit den Einzug in die Play-Offs sichern. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf die Begegnungen mit Montpellier. Im Hinspiel in eigener Halle musste man sich in einer ausverkauften Arena mit einem 27:27-Remis begnügen.

"Wir werden nicht mit einer weißen Fahne nach Montpellier fahren. Wir wissen, dass wir besser spielen können als in der Arena, und ich denke, wir können zu Recht darauf hoffen, Montpellier im Achtelfinale der Champions League rauszuwerfen", so Zagrebs Trainer Andrija Nikolic, der "ein ähnliches Spiel, wie wir es in Zagreb gesehen haben" erwartet. "Ich glaube, dass das Spiel wieder Tor um Tor umkämpft sein wird und dass die Frage des Siegers in den letzten zehn Minuten entschieden wird."

"Ich erwarte einen furiosen Start, denn sie wollen sich gleich zu Beginn des Spiels absetzen und so die Frage nach dem Sieger klären. Es liegt an uns, geduldig und klug zu sein, um jeden Ball zu kämpfen, uns kopfüber in den Kampf zu stürzen und zu versuchen, auf unsere fünf Minuten zu warten", so Kapitän Jakuv Gojun.

Der Abwehrspezialist legt auch den Fokus auf das Rückzugsverhalten in seinem Team. "Ich gehe davon aus, dass sie ein gewisses Tempo und einen Rhythmus vorgeben und das Spiel auf viel Umschaltspiel und so wenig wie möglich auf ein 6-gegen-6 reduzieren wollen."

Linkshänder Ivan Cupic ergänzt: "Ich denke, wir haben im ersten Spiel einen guten Eindruck hinterlassen, und das wollen wir in Montpellier wiederholen. Wir haben ein aktives Ergebnis und wir werden versuchen, uns für das Viertelfinale zu qualifizieren. Sicherlich ist Montpellier zu Hause der Favorit, aber auch wir sind nicht chancenlos."

Das ganze Jahr darauf hingearbeitet

Im europäischen Vergleich standen sich Zagreb und Montpellier vor dem Hinspiel schon acht Mal gegenüber: Zwei Mal konnte der HC die Spiele für sich entscheiden, ein Spiel endete Unentschieden, fünf Mal gewannen die Franzosen. Montpellier HB wird alles dafür tun, diese Serie auszubauen. Mit dem 37:34-Sieg in Barcelona beendete der französische Vizemeister die Gruppenphase mit einem guten Gefühl.

"Ich bereite mein Team mit allem, was mir zur Verfügung steht, darauf vor, dass wir in diesem Duell so effizient wie möglich arbeiten können", so Montpelliers Coach Patrice Canayer, der im Sommer seinen Abschied nimmt. Die Trainerlegende warnt vor Nachlässigkeiten, verweist auf das Aus im Siebenmeterwerfen gegen Medvedi Tschechow im Jahr 2010.

kli