EM

Auswärtsspiele zuhause: Warum spielen die DHB-Frauen dreimal in Heidelberg?

Fünfmal in eigener Halle

Auswärtsspiele zuhause: Warum spielen die DHB-Frauen dreimal in Heidelberg?

Xenia Smits im ersten Duell mit der Ukraine im Oktober in Wetzlar

Xenia Smits im ersten Duell mit der Ukraine im Oktober in Wetzlar Marco Wolf

Als am 20. April des vergangenen Jahres die Gruppen für die Qualifikation zur Handball-EM der Frauen ausgelost wurden, wurden Deutschland die Hürden Slowakei, Ukraine und Israel zugelost. Alle drei Teams sind längst keine Dauergäste bei den Endrunden, diesmal wird das Teilnehmerfeld allerdings auch von 16 auf 24 Mannschaften erweitert.

Die Ukraine konnte sich zuletzt 2014 qualifizieren, damals schied man mit drei Niederlagen in der Vorrunde aus. Größter Erfolg ist die Silbermedaille im Jahr 2000. Auch die Slowakei war 2014 dabei, konnte sich sogar für die Hauptrunde qualifizieren, verlor aber insgesamt fünf von sechs Begegnungen.

Für die Slowakinnen war es die einzige EM-Teilnahme, für die Ukraine schon die zehnte. Israel hingegen war noch nie über die Qualifikation hinausgekommen. "Das ist eine interessante Konstellation", sagte Bundestrainer Markus Gaugisch direkt nach der Auslosung und nahm die Favoritenrolle aber an.

Besondere politische Situation

Nun rund ein Jahr später führt Deutschland mit 6:0 Punkten die Tabelle an, die Ukraine (6:2) und die Slowakei (2:6) folgen vor dem punktlosen Schlusslicht Israel (0:6). Während Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Zeitpunkt der Auslosung schon vierzehn Monate andauerte, sollte der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 kurzfristig für eine Verlegung der Auswärtspartie des 2. Spieltags sorgen. Beide Konflikte dauern unvermindert an.

Im dicht getakteten Terminkalender gab es kaum Optionen, um die Qualifikation für die Handball-EM der Frauen rechtzeitig abzuschließen. Schon am 18. April sollen die Auslosung der Vorrundengruppe für das Endturnier, das von Österreich, Ungarn und der Schweiz (28.11.-15.12.) ausgerichtet wird, stattfinden.

Schon beim zweiten von drei Doppelspieltagen fungierte die Slowakei als doppelter Gastgeber, diesmal ist das DHB-Team dran. Nach Wetzlar und Düsseldorf geht es nach Heidelberg, auch gewählt mit Blick auf die Olympiaqualifikation, wenn in Neu-Ulm zwei Tickets für Paris vergeben werden.

Kurios wird es am Donnerstag, denn Israel wird sein Heimspiel gegen die Slowakei (04.04.) in Heidelberg absolvieren. Auch Deutschland ist dann nominell in eigener Halle Gastmannschaft, wenn man im Anschluss gegen die Ukraine spielt.

Während die Ukraine und die Slowakei dann erneut ins slowakische Sala reisen, geht es für die DHB-Frauen in Heidelberg zweimal gegen Israel - erst das Nachholspiel vom 2. Spieltag auswärts und dann das eigentliche Heimspiel am Sonntagabend, wenn alle Partien zeitgleich um 18 Uhr angeworfen werden.

Gruppe 2, Qualifikation Handball-EM Frauen

» Tabelle Handball-EM Qualifikation Frauen

chs