Bundesliga (D)

1. FC Köln: Baumgart nennt die Gründe für das Kölner Tief

Hectors Einsatz entscheidet sich am Mittwoch

Baumgart nennt die Gründe für das Kölner Tief

Einst für Rostock, Wolfsburg und Cottbus in der Bundesliga am Ball: Steffen Baumgart.

Einst für Rostock, Wolfsburg und Cottbus in der Bundesliga am Ball: Steffen Baumgart. IMAGO/Jan Huebner

Immerhin: der Geißbock ist wieder fit. Hennes, der IX. zeigt sich seit Tagen von seiner hartnäckigen Erkältung genesen, er wird am Mittwochabend im Müngersdorfer Stadion sein und den FC wie seit vielen Jahrzehnten moralisch unterstützen.

Spielen kann er nicht, ein Schicksal, das er mit Timo Hübers teilt. Der Abwehrchef des FC wird gegen Leverkusen nicht im Kader stehen. Trainer Steffen Baumgart erklärte am Dienstag: "Hübi wird weiter ausfallen. Er ist müde und kaputt, hatte einen Pferdekuss aus dem Nizza-Spiel. Er war zwar auf dem Trainingsplatz und hat es probiert, man sieht ihm in der Bewegung aber an, dass es nicht gehen wird."

Das so stramme wie ungewohnte Programm fordert immer mehr Opfer von den Kölnern. Da trifft es sich gut, dass Kapitän Jonas Hector nach überstandener Fußverletzung bereit scheint für einen Einsatz gegen Leverkusen. Baumgart: "Jonas kann im Kader stehen. Ob er von Anfang spielt, werden wir am Spieltag entscheiden." Kristian Pedersen, des Kapitäns Stellvertreter hinten links, machte es in den vergangenen Spielen nicht so schlecht, als dass man ein Risiko eingehen muss. Zumal die Kölner sich darauf einstellen sollten, die linke Abwehrseite defensiv zu stabilisieren. Mit Moussa Diaby und Jeremie Frimpong bietet Bayer die - in Normalform - wohl beste rechte Seite der Liga auf.

Es geht bei uns nicht darum, ob der Akku leer ist. Es geht darum, dass wir Leute ersetzen müssen, die nicht zu ersetzen sind.

Steffen Baumgart

Der Trainer weiß das und er weiß um die Schwere der Aufgabe am Mittwoch und am Samstag in Berlin. Dabei schaut er weniger auf die Gegner, als vielmehr auf seine eigene Mannschaft. Und die musste einen satten Zoll entrichten in den vergangenen Wochen. Baumgart: "Es geht bei uns nicht darum, ob der Akku leer ist. Es geht darum, dass wir Leute ersetzen müssen, die nicht zu ersetzen sind. Im Moment kriegen wir keine Kontinuität rein. Wir haben nicht mehr die Breite im Kader, können nicht so nachlegen, wie wir uns das vorstellen." Vor diesem Hintergrund kommt die Genesung von Jeff Chabot gerade recht. Er wird für Hübers neben Luca Kilian verteidigen, bekommt den Vorzug vor Nikola Soldo, der erkennbar noch fremdelt mit den Ansprüchen der Bundesliga.

Steffen Baumgart wäre freilich nicht er selbst, wenn er zum Ende nicht noch ein paar Worte der Aufmunterung finden würde: "Ich bin sehr glücklich darüber, mit diesen Jungs zu arbeiten", so der 50-Jährige am Dienstag, "wir wollen morgen und Samstag nochmal alles raushauen und Vollgas geben."

flu

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