Bundesliga (D)

Burgzorg und Mustapha überraschen positiv

Die Gewinner und Verlierer der Mainzer Vorbereitung

Burgzorg und Mustapha überraschen positiv

Sein Tempo tut der Mainzer Offensive gut: Delano Burgzorg.

Sein Tempo tut der Mainzer Offensive gut: Delano Burgzorg. IMAGO/Jan Huebner

Die Generalprobe für den Mainzer Auftritt am Sonntag bei Erzgebirge Aue (18 Uhr, LIVE! bei kicker) rief bei Trainer Bo Svensson ein "gemischtes Fazit" hervor.

Leitsch und die freie Bahn

Nach dem 1:1 gegen Athletic Bilbao kritisierte er die Defensivleistung. Die Dreierkette mit Stefan Bell, Alexander Hack und Zugang Maxim Leitsch wirkte zwar nach dem Gegentor zehn bis 15 Minuten desorientiert, eine Vielzahl von Chancen ließ das Trio jedoch in den 80 Minuten, in denen es auf dem Platz stand, nicht wirklich zu. Leitsch zählt zu den Gewinnern der Vorbereitung. Allerdings hatte der Ex-Bochumer durch den Abschied von Moussa Niakhaté dann freie Bahn auf dem Weg zu einem Stammplatz im Abwehrzentrum.

Testspiele des FSV

Einen passablen Eindruck hinterließ zuletzt auch Angelo Fulgini, der gegen Bilbao 60 Minuten im zentralen offensiven Mittelfeld spielte. Nachdem er erst direkt vor dem Trainingslager zur Mannschaft gestoßen ist, wäre es zu viel erwartet, dass die Abläufe jetzt schon komplett sitzen. Der von Angers SCO gekommene 10er deutet jedoch an, dass er ein neues Element ins Mainzer Spiel bringen kann.

Neue Komponente dank Burgzorg

Das gilt auch für Delano Burgzorg, der mit seinem Tempo und seinen Dribblings für eine neue Komponente im 05-Angriff sorgt. Der Winterzugang fiel wegen einer Herzmuskelentzündung monatelang aus, holt seinen Rückstand jedoch mehr und mehr auf. Beim 1:0 gegen Newcastle United gelang ihm das Tor des Tages, gegen Bilbao sorgte er für einige gute Torszenen. Ähnliches gilt für Marlon Mustapha. Die einjährige Ausleihe an FC Admira Wacker und die Spielpraxis in der österreichischen Bundesliga hat den 21 Jahre alten Stürmer sichtlich weitergebracht.

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Wenige positive Entwicklungen hielt die Vorbereitung für die Neuverpflichtungen Danny da Costa und Anthony Caci aus Verletzungsgründen bereit und für Finn Dahmen - mangels Interesse von anderen Vereinen. Da Costa konnte wegen der Probleme im Adduktorenbereich, die er aus Frankfurt mitbrachte, nur sporadisch trainieren, verpasst die alle drei Testspiele gegen ausländische Erstligisten. Caci erging es wegen einer Oberschenkelzerrung ähnlich, im Gegensatz zu da Costa steht der Franzose jedoch vor einer Rückkehr ins Mannschaftstraining.

Dahmen: Erst kein Thema und nun ist Geduld gefragt

Vom Verletzungspech verschont blieb Ersatztorhüter Dahmen, der vom FSV das prinzipielle "Go" zu einem Wechsel hat, um sich weiterentwickeln zu können. Bei den vollzogenen Transfers in der Bundesliga und 2. Liga war der U-21-Europameister von 2021 jedoch kaum ein Thema. Jetzt bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Saisonstart abzuwarten, ob sich nicht noch eine kurzfristige Möglichkeit ergibt. So wie bei Florian Müller, der im September 2020 zum SC Freiburg wechselte, weil sich dort Mark Flekken verletzt hatte, und inzwischen Stammkeeper des VfB Stuttgart ist.

Michael Ebert