Bundesliga (D)

VfB Stuttgart: Mahmoud Dahouds spannende Rückkehr

Stuttgart muss in der Abwehr improvisieren

Dahouds spannende Rückkehr

Feierte gegen Heidenheim sein Startelf-Debüt für Stuttgart: Mahmoud Dahoud (li.).

Feierte gegen Heidenheim sein Startelf-Debüt für Stuttgart: Mahmoud Dahoud (li.). IMAGO/Jan Huebner

Zwischen Juli 2017 und Juni 2023 spielte Dahoud für Borussia Dortmund, absolvierte 101 Bundesligaspiele, bevor er im vergangenen Sommer ablösefrei zu Brighton & Hove Albion wechselte. In England wurde der 28-Jährige Mittelfeldspieler allerdings nicht wirklich glücklich und kam leihweise zurück in die deutsche Eliteliga. Nach nunmehr 170 Partien im Oberhaus für Borussia Mönchengladbach (61) und für die gleichnamigen Dortmunder (101) sowie acht Einsätzen für den VfB, führt ihn der Weg zurück in die alte Heimat. Nicht nur das. Beim BVB könnte der eingebürgerte Syrer einen ganz besonderen Tag feiern: mit seinem 100. Bundesliga-Sieg.

Eine spannende Rückkehr für den Leihspieler aus der Premier League, der am vergangenen Wochenende beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim sein Startelfdebüt für die Schwaben absolvieren durfte. "Dafür, dass er wirklich sehr lange nicht mehr von Anfang an gespielt hat, war das eine sehr ordentliche Leistung", meinte Sebastian Hoeneß, der dafür auf die gewohnte Besetzung der Doppelsechs mit Angelo Stiller und Atakan Karazor verzichtete, weil der Deutsch-Türke in der Vorwoche mit einer Erkältung zu kämpfen hatte.

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Dahoud konzentrierte sich vor allem auf die Defensivarbeit, allerdings manchmal einen Tick zu streng, was zu reichlich Quer- und Rückpässen führte. Allerdings hielt er seinem Mitstreiter Stiller, der das 1:0 von Serhou Guirassy vorbereitete und das 2:0 selbst erzielte, dadurch auch den Rücken frei. "Die Raumaufteilung hat funktioniert, die Abstimmung hat funktioniert. Das hat mir gut gefallen", so Sportdirektor Fabian Wohlgemuth.

Ausfälle zwingen Stuttgart zur Improvisation

Der Ausfall von Waldemar Anton, der mit der fünften Gelben Karte jetzt gesperrt ist, könnte Dahoud einen weiteren Startelfeinsatz bescheren, wenn Karazor für den Kapitän in die Abwehr rücken sollte. Die Ausfälle von Anton, Dan-Axel Zagadou (Kreuzbandriss) und Anthony Rouault (Kieferbruch), für dessen risikoloses Comeback die Zeit kaum reichen dürfte, zwingen mehr denn je zur Improvisation in der Innenverteidigung. Mutig wollen die Schwaben ihren Vorsprung auf ihren Verfolger in der Tabelle verteidigen. Es geht um die begehrten Champions-League-Plätze, die Dahoud in der Vergangenheit bereits des Öfteren belegt hat.

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Untermauert auch mit Siegen gegen seinen aktuellen Arbeitgeber. In sechs Duellen mit Dortmund gegen den VfB ging Dahoud fünfmal als Sieger und nur einmal als Verlierer vom Platz, was einen Punkteschnitt von 2,5 ergibt. Besser, nämlich mit 2,63 Zählern, ist sein persönlicher Schnitt nur gegen Mainz. Gegen die Rheinhessen gab es für den 28-Jährigen in acht Aufeinandertreffen sieben Siege bei nur einer Niederlage.

George Moissidis

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