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Deutschlands U18-Nationalteam besiegt Europameister

Wichtige Erkenntnisse aus letzter EM umgesetzt

Deutschlands U18-Nationalteam besiegt Europameister

Alissa Werle siegte mit der U18-Nationalmannschaft.

Alissa Werle siegte mit der U18-Nationalmannschaft. IMAGO/Eibner

Den Europameister zu schlagen, fühlt sich besonders an, und deshalb tanzten die Spielerinnen der deutschen U18-Nationalmannschaft nach ihrem 29:16 (13:14)-Sieg beim Testspiel gegen Frankreich im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) auch ausgelassen auf dem Spielfeld der Burstenhalle in Bergneustadt.

"In jungen Jahren vor dieser tollen Kulisse zu spielen, ist für die Mädels nicht alltäglich. Sie waren begeistert von der großen Halle", freute sich Trainer Gino Smits für sein Team über den guten Zuspruch von 712 Zuschauern im Oberbergischen.

Bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer musste sich die DHB-Auswahl gegen die "Equipe Tricolore" im Halbfinale noch mit fünf Toren Differenz geschlagen geben. Diesmal gelang bei der Vorbereitungsmaßnahme auf die Weltmeisterschaft im Sommer in China die Revanche. "Frankreich war bei der EM die bessere Mannschaft. Wir haben damals erkannt, dass es wichtig ist, Konstanz in den Tore-Rhythmus zu bringen. Das setzten wir heute viel besser um", lobte Smits sein Team.

In der ersten Halbzeit verpasste es die DHB-Auswahl noch, sich für ihre Ballgewinne in der Abwehr zu belohnen. Die Abschlussquote bei klaren Torchancen blieb zunächst ausbaufähig. Trotzdem lag man gegen den starken westlichen Nachbarn nur mit einem Treffer zurück (13:14).

Die achtmalige Torschützin Marlene Tucholke eröffnete den zweiten Durchgang mit dem Ausgleich, und ab dem 16:15 durch Marleen Kern in doppelter Überzahl (37.) lag die Smits-Sieben immer in Führung. "Wir haben in der Abwehr die nichtballführenden Gegenspielerinnen besser unter Druck gesetzt, Ballgewinne provoziert und diese konsequenter verwertet", analysierte der Trainer.

Deutschland bekam auch im Angriffsspiel immer mehr Sicherheit. Das wunderbare Anspiel von Elies Mertens von Rechtsaußen zu Laura Klocke am Kreis (18:16), war ein deutliches Indiz hierfür.

Auch in Unterzahl behielt der EM-Dritte kühlen Kopf. Zwei Treffer ins leere französische Tor zur 26:22-Führung sorgten für tosenden Applaus in der Halle. Die Gäste machten deutlich, dass sie den ersten von drei Vergleichen in dieser Woche nicht hergeben wollten und verkürzten zum 26:28 aus ihrer Sicht.

Lena Lindemann warf sich von der Bank kommend mit allem, was sie hatte in einen freien Wurf und verhinderte den Anschlusstreffer (59.). Smits: "Eine unheimlich wichtige Aktion. Überhaupt haben Lena Lindemann in der zweiten und Lina Steinecke in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten sehr solide Leistungen gezeigt."

Das zweite Aufeinandertreffen zwischen der deutschen und der französischen Mannschaft am Freitag wird ein Trainingsspiel ohne Zuschauer, am Samstag stehen sich beide Teams dann ab 16 Uhr in Menden gegenüber.

Deutschland: Lina Steinecke, Lena Lindemann - Jana Walther (1), Lilli Frey (3), Alissa Werle (2), Ruslana Litvinov (2), Lotta Christiansen, Frida Heimann, Elies Mertens (2), Aylin Bornhardt (1), Marleen Kern (4), Lena Berens (4), Laura Klocke (1), Lin Lück, Marlene Tucholke (8/6), Kim Ott (1)

Schiedsrichter: Fabian Foerster/Tim Foerster
Zuschauer: 712 in Bergneustadt
Strafminuten: 6/6
Siebenmeter: 6/6 ; 4/4.

chs, HP DHB