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DHB-Nachwuchs schlägt den Europameister

Weibliche U18 mit Erfolg gegen Frankreich

DHB-Nachwuchs schlägt den Europameister

Gino Smits sah einen überzeugenden Auftritt seines Teams.

Gino Smits sah einen überzeugenden Auftritt seines Teams. IMAGO/foto2press

Bei der Handball-Europameisterschaft im vergangenen Sommer musste sich der weibliche Nachwuchs aus Deutschland gegen Frankreich im Halbfinale noch mit fünf Toren Differenz geschlagen geben. Diesmal gelang bei der Vorbereitungsmaßnahme auf die U18-Weltmeisterschaft im Sommer in China die Revanche.

"Frankreich war bei der EM die bessere Mannschaft. Wir haben damals erkannt, dass es wichtig ist, Konstanz in den Tore-Rhythmus zu bringen. Das setzten wir heute viel besser um", lobte Bundestrainer Gino Smits sein Team nach dem 29:26 (13:14) gegen Frankreich. Den Erfolg feierte die Mannschaft mit 712 Zuschauern in der Burstenhalle in Bergneustadt.

"In jungen Jahren vor dieser tollen Kulisse zu spielen, ist für die Mädels nicht alltäglich. Sie waren begeistert von der großen Halle", freute sich Trainer Gino Smits auf der DHB-Homepage über den Zuspruch. Das zweite Aufeinandertreffen zwischen der deutschen und der französischen Mannschaft am Freitag wird ein Trainingsspiel ohne Zuschauer, am Samstag stehen sich beide Teams dann ab 16 Uhr in Menden gegenüber.

Deutschland übernimmt nach der Pause das Kommando

In der ersten Halbzeit verpasste es die DHB-Auswahl noch, sich für ihre Ballgewinne in der Abwehr zu belohnen. Die Abschlussquote bei klaren Torchancen blieb zunächst ausbaufähig. Trotzdem lag man gegen den starken westlichen Nachbarn nur mit einem Treffer zurück (13:14).

Die achtfachte Torschützin Marlene Tucholke eröffnete den zweiten Durchgang mit dem Ausgleich, und ab dem 16:15 durch Marleen Kern in doppelter Überzahl (37.) lag die Smits-Sieben immer in Führung. "Wir haben in der Abwehr die nichtballführenden Gegenspielerinnen besser unter Druck gesetzt, Ballgewinne provoziert und diese konsequenter verwertet", analysierte der Trainer.

Deutschland bekam auch im Angriffsspiel immer mehr Sicherheit. Das wunderbare Anspiel von Elies Mertens von  Rechtsaußen zu Laura Klocke am Kreis (18:16), war ein deutliches Indiz hierfür. Auch in Unterzahl behielt der EM-Dritte kühlen Kopf. Zwei Treffer ins leere französische Tor zur 26:22-Führung sorgten für tosenden Applaus in der Halle.

Die Gäste machten allerdings deutlich, dass sie den ersten von drei Vergleichen in dieser Woche nicht hergeben wollten und verkürzten zum 26:28 aus ihrer Sicht. Lena Lindemann warf sich von der Bank kommend mit allem, was sie hatte in einen freien Wurf und verhinderte den Anschlusstreffer (59.).

"Eine unheimlich wichtige Aktion. Überhaupt haben Lena Lindemann in der zweiten und Lina Steinecke in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten sehr solide Leistungen gezeigt", lobte Bundestrainer Gino Smits nach dem 29:26-Erfolg seines Teams.

Deutschland: Lina Steinecke, Lena Lindemann; Jana Walther (1), Lilli Frey (3), Alissa Werle (2), Ruslana Litvinov (2), Lotta Christiansen, Frida Heimann, Elies Mertens (2), Aylin Bornhardt (1), Marleen Kern (4), Lena Berens (4), Laura Klocke (1), Lin Lück, Marlene Tucholke (8/6), Kim Ott (1).

HP DHB, red