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Amon-Ra St. Brown in einer Reihe mit Moss und Gronkowski

Deutsch-Amerikaner stellt Rekorde auf

"Ein Pitbull, der Receiver spielt": St. Brown in einer Reihe mit Moss und "Gronk"

Verzückt die NFL Woche für Woche: Amon-Ra St. Brown.

Verzückt die NFL Woche für Woche: Amon-Ra St. Brown. IMAGO/NurPhoto

Wenn Dan Campbell etwas schätzt, dann ist es Zuverlässigkeit. Mehrfach betonte der Head Coach in der Doku-Serie "Hard Knocks" über das Trainingslager der Detroit Lions, wie wichtig ihm diese Tugend sei. Klar, dass er sie auch direkt betont, wenn ein Spieler zu Höchstleistungen aufläuft. "Du kannst dich immer darauf verlassen, dass er jeden Tag liefert", sagte Campbell nach dem 36:27 gegen die Washington Commanders über Amon-Ra St. Brown, der beim ersten Saisonsieg der Lions einmal mehr überragt hatte.

Gegen Washington gelangen St. Brown erstmals in seiner NFL-Karriere zwei Touchdowns in einem Spiel: Im ersten Quarter übersprang er seinen Gegenspieler für eine Zwölf-Yard-Reception, kurz vor Schluss zeigte er bei seinem Elf-Yard-Score an der Sideline exzellente Körperbeherrschung. "Ich habe Glück, mit ihm zusammen zu spielen", sagte Quarterback Jared Goff, der in St. Brown eine neue Lieblings-Anspielstation gefunden hat. 

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24. November 202201:08:18 Stunden

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Insgesamt erreichte St. Brown neun Receptions für 116 Yards und trat sogar noch "fachfremd" mit zwei Runs für weitere 68 Yards in Erscheinung. Der 22-Jährige war damit sowohl bester Receiver als auch bester Runner seines Teams. "Er ist ein Pitbull, der Receiver spielt", frohlockte Head Coach Campbell - und Quarterback Goff ergänzte: "Für ihn ist der Himmel die Grenze".

Die Statistiken geben ihm dabei Recht: Saisonübergreifend gelangen dem Sohn einer deutschen Mutter und des ehemaligen "Mister Universe" John Brown im sechsten Spiel hintereinander ein Receiving Touchdown - geteilter Franchise-Rekord in Detroit. Nicht einmal Lions-Ikone Calvin "Megatron" Johnson, einem der besten Receiver der NFL-Geschichte, war dieses Kunststück gelungen. Nur zwei Spieler überhaupt konnten eine solche Serie mit 22 Jahren schon aufweisen. Randy Moss und Rob Gronkowski. Zwei Legenden des Sports, für die der Himmel stets die einzige Grenze war.

St. Brown selbst ist noch unzufrieden

Bemerkenswert: In allen sechs Spielen erreichte St. Brown neben seinem Touchdown auch mindestens acht Catches. Das schaffte zuvor weder Johnson, noch Moss oder Gronkowski - sondern noch niemand in der NFL-Historie.

Und St. Brown selbst? Ist trotz Rekorden und Lobeshymnen unzufrieden mit sich selbst. "Ich bin noch immer sauer deswegen", sagte er nach der Partie gegen Washington - weil ihm in der Schlussphase der Partie ein Drop unterlaufen war. "Dann wäre das Spiel schon vorbei gewesen." Der Himmel ist also noch lange nicht erreicht.

mib