Auto

Electric Brands Evetta und XBus: Diese Kleinen nehmen’s leicht

Isetta-Klon und Kleinbus - Auch als Camper - Geplanter Marktstart 2023

Electric Brands Evetta und XBus: Diese Kleinen nehmen’s leicht

Elektrisch mobil: Das Angebot aus Evetta (rechts) und XBus (hier als Camper) findet auch durch einen Elektro-Roller Ergänzung.

Elektrisch mobil: Das Angebot aus Evetta (rechts) und XBus (hier als Camper) findet auch durch einen Elektro-Roller Ergänzung.

Die BMW Isetta gilt als eines der prägendsten Symbole der Wirtschaftswunderzeit. Von 1955 bis 1962 wurde sie gebaut, dann war ihre Zeit vorbei. So dachte man zumindest. Denn 60 Jahre später lassen sich zwei Wiedergänger mit Elektroantrieb blicken. Der eine ist der Microlino des Schweizer Unternehmens Micro, das erste Exemplar wurde dieser Tage in Kundenhand übergeben. Und beim zweiten handelt es sich um die Evetta.

Auch als Cabrio und mit Pritsche

Der Name setzt sich aus "EV" (für Electric Vehicle) und eben Isetta zusammen. Anders als der Microlino kommt die Evetta aus Deutschland, konkret vom Start-up Electric Brands, das in Göttingen beheimatet ist. Ganz wie die legendäre Vorgängerin nimmt die 2,48 Meter kurze Evetta zwei Passagiere mit und ist mit der typischen, nach vorne öffnenden Tür samt integriertem Lenkrad ausgestattet. 90 km/h soll das Leichtfahrzeug vorlegen können, mit einer Akkuladung bis zu 240 Kilometer weit kommen und auch eine Schnellladefunktion erhalten. Neben dem Basismodell "Prima" (ab 16.000 Euro, Auslieferung ab Sommer 2023) will Electric Brands eine Cabrio- und eine Cargo-Version mit Pritsche auf die Straße schicken, die bei etwa 21.000 bzw. 18.500 Euro loslegen.

Evetta

Evetta: Lässt die legendäre BMW Isetta wieder aufleben. Hersteller

Den knapp vier Meter kurzen und als Leichtfahrzeug der Klasse L7e eingestuften elektrischen XBus wiederum hat das Start-up bereits im vergangenen Herbst präsentiert, 2024 soll er auf den Markt kommen. Und man wird in ihm auch wohnen können: Die unlängst als Prototyp gezeigte Camper-Variante bringt es auf gerade einmal 3,95 Meter Länge - nimmt die Aufgabe als Reisemobil aber durchaus ernst: Zur Ausstattung gehören neben einem verschieb- und außerhalb des Fahrzeugs zu platzierenden Küchenblock auch ein Aufstelldach sowie ein Heck-Slideout, der eine 1,30 mal 2,10 Meter große Liegefläche generiert. Und über schwierigen Untergrund hilft der elektrisch gesteuerte Allradantrieb hinweg.

Tauschbare Akkus

Die Nenndauerleistung des XBus liegt bei 15 kW/20 PS, maximal werden 56 kW/76 PS und 1000 Newtonmeter Drehmoment erreicht. Die Batterie stellt eine Maximal-Kapazität von 45 kWh bereit, davon sind 15 kWh fest verbaut, dank tauschbarer Akkus ist eine Erweiterung um bis zu 30 kWh möglich. Nach der Batteriegröße bemisst sich die Reichweite, 200 bis 600 Kilometer stehen in Aussicht. Auch Schnellladen gehört zur Kompetenz, ergänzend generiert beim Camper ein Solardach Strom.

XBus Camper

XBus Camper: Mit Aufstelldach und Slide-out. Hersteller

Nach vorläufiger Preisangabe soll der XBus Camper ab 29.480 Euro kosten. Zur modularen XBus-Familie gehören aber noch mehr Familienmitglieder - unter anderem ein Pick-up, ein Kipper und ein Transporter. Als Einstiegspreis nennt der Konfigurator derzeit 17.380 Euro.

Roller Marke Nito

Und dann sind da noch die Roller des italienischen Herstellers Nito, deren Vertrieb Electric Brands übernommen hat. Neben dem E-Tretroller Nio wird etwa der E-Scooter NES angeboten, wahlweise 45 km/h (Führerscheinklasse AM) oder 90 km/h (A1) schnell und mit einem 35-Ah-Akku für bis zu 90 Kilometer Reichweite ausgestattet. Darüber hinaus befindet sich ein Elektro-Motorrad in der Entwicklung, das N4 heißen wird.

ule