Bundesliga

Feldhofer fordert Professionalisierung der Schiedsrichter

Schiri-Ärger in Hütteldorf

Feldhofer fordert Professionalisierung der Schiedsrichter

Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer haderte mit dem Schiedsrichter.

Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer haderte mit dem Schiedsrichter. APA/EXPA/Thomas Haumer

Wiener Frust nach Ländle-Comebacks: Während Austria-Trainer Manfred Schmid nach der 2:3-Niederlage in Altach "richtig angepisst" war, haderte Rapid nach dem 1:1 daheim gegen Austria Lustenau - neben der eigenen Chancenauswertung - mit einer streitbaren Schiedsrichter-Entscheidung. Referee Stefan Ebner stellte in der 58. Minute den Rapidler Ante Bajic mit Gelb-Rot vom Platz, für SCR-Trainer Ferdinand Feldhofer völlig zu Unrecht. Das vermeintliche Vergehen von Bajic sei "gar nichts" gewesen, betonte er. Feldhofer forderte auch wegen solcher Fehler eine Professionalisierung des österreichischen Schiedsrichterwesens.

Bundesliga - 3. Spieltag

Es sei "ganz normal, dass wir oft Schiedsrichterdiskussionen haben, weil sie einfach keine Profis sind", sagte der Rapid-Coach. "Sie haben einfach nicht die Zeit, sich intensiv weiterzubilden und sich auf die Spiele vorzubereiten. Da sollten wir schauen, dass wir andere Lösungen finden. Sie machen es über weite Strecken richtig gut, heute war es wieder eine Fehlentscheidung, die uns Punkte gekostet hat."

Denn Rapid führte zu diesem Zeitpunkt nach einer dominanten Vorstellung mit 1:0, die Lustenauer nutzten die Überzahl zum umjubelten Ausgleich und zum ersten Punktgewinn in Hütteldorf überhaupt. Der Ausschluss sei ein "Dosenöffner" gewesen, gab auch Lustenau-Trainer Markus Mader zu: "Bis dahin war Rapid völlig überlegen. Es war ein glücklicher Punkt."

Rapid-Trainer Feldhofer: "Viel besser kann man fast nicht auftreten"

Feldhofer hatte für seine Mannschaft, die nun hinter dem punktegleichen LASK Zweiter ist, fast nur lobende Worte übrig: "Viel dominanter und besser kann man fast nicht auftreten wie wir bis zur gelb-roten Karte", analysierte er. Aber, und das betonte der Rapid-Coach mehrmals: "Es war unsere Schuld, dass wir das Spiel nicht entschieden haben."

Die kicker-Elf des 3. Spieltags

Trotzdem könne er seiner Mannschaft nach dem ersten Punkteverlust und der verpatzten Generalprobe für den Europacup-Showdown gegen Neftci Baku "sehr wenig vorwerfen", seine Elf habe "eine wirklich gute Antwort" nach dem Baku-Spiel gegeben. In Aserbaidschan hatte es im Hinspiel der dritten Qualirunde zur Conference League nur zu einem 1:2 gereicht. Um nach 90 Minuten den Aufstieg zu realisieren, braucht die Feldhofer-Elf im Rückspiel am Donnerstag (20.30 Uhr) einen Sieg mit zwei Toren Unterschied.

Nach dem millionenschweren Abgang von Innenverteidiger Emanuel Aiwu zum Serie-A-Aufsteiger US Cremonese hoffte Feldhofer noch auf weitere Verstärkungen. "Natürlich könnte ich mir vorstellen, dass wir am Transfermarkt noch zuschlagen. Aber es sollte ein Qualitätsspieler sein, der uns wirklich besser macht. Der Verein arbeitet und wir werden sehen, was die Zukunft bringt", sagte er.

apa