Olympia

Frankreich muss die Mission Gold ohne Bayerns Tel bestreiten

Münchner aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen

Frankreich muss die Mission Gold ohne Bayerns Tel bestreiten

Die Olympischen Spiele werden ohne ihn stattfinden: Mathys Tel.

Die Olympischen Spiele werden ohne ihn stattfinden: Mathys Tel. IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Lange hatte man in Frankreich die Hoffnung, dass Superstar Kylian Mbappé mit dabei sein wird, wenn die Equipe Tricolore nach olympischem Gold greift - selbst Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte eine Bitte an seinen neuen Klub Real Madrid ausgesprochen, Mbappé freizugeben. Doch das war nicht der Fall.

Mbappé war nicht der einzige Fall, bei dem sich die Franzosen einen Korb geholt hatten. "Als ich das letzte Mal so viele Absagen bekommen habe, war ich in der Mittelstufe", hatte Nationaltrainer Thierry Henry die Situation humorvoll kommentiert. Anfang Juni hatte der ehemalige Weltklassestürmer dann eine 25 Spieler umfassende Liste veröffentlicht, auf die man bei den Olympischen Spielen bauen möchte.

Auf dieser fanden sich auch durchaus prominente Namen, wie die Bundesliga-Profis  Castello Lukeba (Leipzig), Kiliann Sildillia (Freiburg), Enzo Millot (Stuttgart), Manu Koné (Mönchengladbach) sowie Bayern-Angreifer Mathys Tel oder aber auch Warren Zaire-Emery (Paris St. Germain).

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Da es für die Olympischen Spiele, die nicht zum offiziellen Kalender des Weltverbandes FIFA gehören, keine Abstellungspflicht für die Vereine gibt, hatte sich Henry über die Zusagen gefreut, aber auch schon geahnt, dass sein Turnierkader mit ziemlicher Sicherheit anders aussehen wird - und er wurde darin nun bestätigt.

Sechs gestrichen, drei nachnominiert

So gab der französische Verband FFF am Dienstagabend bekannt, dass sechs Spieler von dieser Shortlist "nicht zur Verfügung" stehen werden - darunter auch der 19-jährige Münchner Tel sowie Zaire-Emery. Weitere Spieler, die gestrichen werden mussten, sind Lucas Chevalier, Bafodé Diakité, Lenny Yoro (beide Lille OSC), Bradley Barcola (PSG). Genauere Angaben wurden nicht gemacht.

Henry nominierte dafür Chrislain Matsima (Clermont Foot), Andy Diouf (RC Lens) und Rayan Cherki (Olympique Lyonnais) nach. Die Deutschland-Legionäre Lukeba, Sildillia, Koné und Millot sind aber weiter Teil des französischen Aufgebots. Der vorläufige Kader des Gastgebers umfasst folglich nun 22 Spieler, bis zum 3. Juli muss Henry diesen noch auf 18 Akteure reduzieren.

Das olympische Fußballturnier findet vom 24. Juli bis 11. August statt und fällt damit mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison.

Der vorläufige Olympia-Kader Frankreichs im Überblick

Tor : Guillaume Restes (FC Toulouse), Obed Nkambadio (Paris FC), Robin Risser (Racing Straßburg)

Abwehr : Kiliann Sildillia (SC Freiburg), Castello Lukeba (RB Leipzig), Maxime Esteve (FC Burnley), Adrien Truffert (Stade Rennes), Bradley Locko (Stade Brest), Chrislain Matsima (Clermont Foot)

Mittelfeld : Khephren Thuram (OGC Nizza), Manu Koné (Borussia Mönchengladbach), Maghnes Akliouche (AS Monaco), Enzo Millot (VfB Stuttgart), Joris Chotard (HSC Montpellier), Desiré Doué (Stade Rennes), Lesley Ugochukwu (FC Chelsea), Andy Diouf (RC Lens)

Angriff : Alexandre Lacazette (Olympique Lyon), Jean-Philippe Mateta (Crystal Palace), Michael Olise (Crystal Palace), Arnaud Kalimuendo (Stade Rennes), Rayan Cherki (Olympique Lyon)

drm

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