European League

Handball: Früherer Bundesligaprofi startet Trainerkarriere

Vorzeitiges Karriereende

Früherer Bundesligaprofi startet Trainerkarriere

Sascha Klahn

Im Januar hatte Cristian Ugalde noch seinen Vertrag verlängert, wollte noch eine Saison für Tatabanya spielen. Doch nun wird er für die Nummer 3 in Ungarn in einer anderen Funktion tätig sein.

"Nach 20 Spielzeiten ist meine Karriere als Spieler zu Ende, ein Jahr früher als erwartet. Es ist sehr schwierig, all das auszudrücken, was in den letzten Wochen geschehen ist. Viele Emotionen sind zusammengekommen, aber ich weiß, dass sie sich nach und nach ordnen werden", erklärt Ugalde auf seinem Instagram-Kanal seinen Abschied, wo er nicht nur die Handballschuhe symbolisch an eine Torlatte gehängt hat, sondern auch die Trikots seiner Karriere aufgereiht hatte.

Zwei Siege in der Champions League

Angefangen beim FC Barcelona, wo er am 20. Oktober 2004 einen Tag nach seinem 17. Geburtstag sein erstes Spiel in der Liga Asobal absolvierte und in acht Jahren für die Blau-Roten unter anderem zweimal die EHF Champions League (2005, 2011) gewinnen konnte.

National holte er je dreimal Meisterschaft, Copa del Rey und Supercup, zweimal noch den Asobalcup und zudem sechsmal die Pyrenäen-Liga - einem von 1997-2011 ausgetragenem Final4, an dem neben Barcelona, Granollers und Montpellier immer noch ein weiteres Team aus Frankreich teilgenommen hatte.

Bei Barcelona startete auch 2007 seine Nationalmannschaftskarriere, insgesamt 131 Länderspiele mit 288 Toren absolvierte der Linksaußen und konnte dabei WM-Bronze 2011, EM-Bronze 2014 und EM-Silber 2016 gewinnen. Gold gab es nur im Nachwuchsteam der U17 beim EYOF 2003.

Neue Herausforderung in Ungarn

Ugaldes Weg führte ihn 2012 dann für sechs Jahre nach Veszprem, wo er fünf Meisterschaften und sechs Pokalsiege sowie zwei Supercup-Siege und zwei Siege in der internationalen SEHA-Liga feiern konnte.

2018 zog er weiter zur TSV Hannover-Burgdorf, Platz 4 im Jahr 2020 und zwei Teilnahmen am Final4 um den DHB-Pokal sind immer noch die größten Erfolge der Recken. Als er dann zu AEK Athen ging, konnte er neben dem Double in Griechenland dann auch den Sieg im EHF European Cup feiern.

2022 ging er dann zu Tatabanya KC, wurde zweimal Meisterschaftsdritter hinter den Topklubs Veszprem und Szeged. Dort wurde der Spanier mit 36 Jahren nun als neuer Cheftrainer vorgestellt.

"Ich möchte auch ankündigen, dass ich die Ehre habe, weiterhin mit meiner Leidenschaft verbunden zu sein, und ich werde dem Verein ewig dankbar sein, dass er mir vertraut und mich zum nächsten Trainer von Tatabanya machen will. Es ist sehr aufregend, Teil dieses Projekts zu sein", so Ugalde, der sich bei seinen ehemaligen Trainern und Mitspielern und auch einem langjährigen Ausrüster bedankte.

chs