2. Bundesliga (D)

Vorstand von Hansa Rostock "entsetzt" über Ausschreitungen

Nach Rostocks vorerst letztem Zweitliga-Spiel

Hansa-Vorstand entsetzt über Ausschreitungen: "Bilder sprechen deutliche Sprache"

Verabschiedete sich unrühmlich aus dem Bundesliga-Unterhaus: Hansa Rostock.

Verabschiedete sich unrühmlich aus dem Bundesliga-Unterhaus: Hansa Rostock. IMAGO/Fotostand

Hansa Rostock verabschiedete sich unrühmlich aus der 2. Bundesliga. Im letzten vorerst letzten Spiel im Bundesliga-Unterhaus sorgten Teile der Anhänger beim Stand von 1:2 gegen Paderborn für eine gut 25-minütige Unterbrechung: Vier Minuten vor Ablauf der Nachspielzeit folgen Raketen aufs Spielfeld, Teile der Fans zündeten schwarze Rauchbomben und bewarfen nach Angaben der Polizei Sicherheitskräfte mit Knallkörpern. Nach der Unterbrechung trugen die beiden Teams die verbleibenden Minuten noch aus, sodass Schiedsrichter Harm Osmers die Partie um kurz vor 18 Uhr regulär beendete.

Neben dem Abstieg mussten sich die Verantwortlichen zu den Vorkommnissen äußern. Unter anderem hatte damalige Trainer Mersad Selimbegovic, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, von "Bildern, die man im Fußball natürlich nicht sehen will", gesprochen.

FCH-Vorstand betont: "Bilder repräsentieren nur eine Minderheit"

Fünf Tage nach den Ereignissen bezog der Vorstand der Kogge in einer Pressemitteilung Stellung. "Die Bilder vom Pfingstsonntag stehen für sich, denn sie sprechen eine deutliche Sprache. Wir sind entsetzt über die Szenen im Stadion", schreibt der Vorstand. Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen, dass die "verheerenden Bilder einer Minderheit im Ostseestadion nicht den FC Hansa Rostock repräsentieren".

In der Stellungnahme nahm der Vorstand aber nicht nur Bezug auf die Bilder aus dem Stadion, sondern auch auf den Fanmarsch. Polizeiangaben zufolge hatten Teile der 5500 Teilnehmer des Marschs Pyrotechnik gezündet.

Zum Thema

Da die Reputation nicht nur den Verein an sich betreffe, entschuldigte sich die Kogge bei der Stadt Rostock und dem Land Mecklenburg-Vorpommern "einmal mehr für die Begleiterscheinungen, welche das Image von Stadt und Land gleichermaßen beschädigen".

Jeder Fußballstörer kommt in kein Fußballstadion mehr rein.

Hansa Rostock

Die mit den Sicherheitskräften gestartete Aufarbeitung der Vorfälle dauert weiter an. Als Ergebnis sollen "konkrete Maßnahmen" erlassen werden. "Wir werden versuchen, jeden Fußballstörer zu identifizieren, wo immer es möglich ist. Und dann kommt derjenige oder diejenige in kein Fußballstadion mehr rein. Zumindest nicht mehr in unseres", erläutert der Vorstand.

aka