2. Bundesliga (D)

Herthas Pläne fürs Zentrum: Kommt nach Demme auch Cuisance?

Der FC Venedig will den Franzosen abgeben

Herthas Pläne fürs Zentrum: Kommt nach Demme auch Cuisance?

Welche Farbe hat das Trikot von Michael Cuisance in der kommenden Saison?

Welche Farbe hat das Trikot von Michael Cuisance in der kommenden Saison? IMAGO/Eibner

Die Frage ist nicht mehr, ob er kommt. Die Frage ist nur noch, wann er kommt - schon zum Vorbereitungsstart Ende Juni oder erst im Juli nach Auslaufen seines Vertrags bei der SSC Neapel? Diego Demme (32) und Hertha BSC, die im vergangenen Sommer heftig miteinander flirteten, aber seinerzeit auch wegen Neapels Ablöseforderung nicht zusammenfanden, sind sich einig. Im zweiten Anlauf stehen alle Ampeln auf Grün. Demme, für den Neapel im Januar 2020 mehr als 10 Millionen Euro Ablöse an RB Leipzig gezahlt hatte, wechselt ablösefrei nach Berlin und soll aus Sicht der Bosse mit seinen Qualitäten als Balleroberer und seiner Erfahrung ein wichtiges Puzzleteil für das Unternehmen Bundesliga-Rückkehr werden.

Demme, der 2017 für Deutschland ein A-Länderspiel in der WM-Qualifikation gegen San Marino (7:0) bestritt und mit dem SC Paderborn (2014, in die 2. Liga) und RB Leipzig (2016, in die Bundesliga) aufstieg, wird nach Lage der Dinge nicht der letzte Zugang fürs zentrale Mittelfeld bleiben.

Mittelfeld-Verstärkungen gesucht

Ein weiterer Sechser, der mehr Länge und Kopfballstärke als Demme (1,70 m) mitbringt, steht intern auf dem Wunschzettel. Aber auch auf der Acht schaut sich Hertha um - und beschäftigt sich nach kicker-Informationen mit Michael Cuisance, der in der abgelaufenen Saison an den VfL Osnabrück ausgeliehen war (25 Zweitliga-Einsätze, drei Tore) und beim italienischen Serie-B-Dritten FC Venedig noch einen Anschlussvertrag bis 2025 besitzt.

Venedig, das aktuell die Serie-A-Aufstiegsspiele bestreitet und am Freitagabend zum Halbfinalrückspiel Palermo FC empfängt (Hinspiel 1:0 für Venedig), will Cuisance dem Vernehmen nach im Sommer abgeben. Für den Franzosen, der nach einer starken Saison bei Borussia Mönchengladbach 2019 für acht Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt und dort gescheitert war, steht somit voraussichtlich der nächste Ortswechsel ins Haus.

Die Münchner hatten Cuisance 2020/21 an Olympique Marseille verliehen, nach dem Verkauf an Venedig für etwa 2,3 Millionen Euro im Januar 2022 folgten die Leihstationen Sampdoria Genua und Osnabrück, wo Cuisance wie zuvor mit Venedig jeweils abstieg. Jetzt hat Hertha den in Straßburg und Nancy ausgebildeten Cuisance, der bei der U-19-EM 2018 in Finnland zusammen mit Spielern wie Jota, Moussa Diaby und Sandro Tonali in die Mannschaft des Turniers gewählt worden war, im Visier.

Klar ist: Anders als für den in dieser Woche verpflichteten Luca Schuler (Sturm, 1. FC Magdeburg) und für Demme wäre für Cuisance eine Ablöse fällig. Um die zahlen zu können, müssten die Berliner zunächst Transfererlöse erzielen.

Steffen Rohr

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