Bundesliga (D)

Handball: HSG Wetzlar - Jasmin Camdzic mit deutlicher Kritik

Leistungsschwankungen der Mittelhessen

HSG Wetzlar: Jasmin Camdzic mit deutlicher Kritik

Jasmin Camdzic: "So etwas ist nicht zu akzeptieren."

Jasmin Camdzic: "So etwas ist nicht zu akzeptieren." picture alliance / Nordphoto GmbH / Freund

Am Ende steht für die HSG Wetzlar Platz 13 in der Handball-Bundesliga. Sechs Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Punktgleich mit dem Tabellenelften, aber eben das deutlich schlechtere Torverhältnis.

"Die Leistungen in Göppingen (27:32-Niederlage) und in Gummersbach (28:35-Pleite) waren extrem schwach und haben sich in die Auftritte eingereiht, die wir zu Hause gegen Balingen (16:21-Niederlage) und in Lemgo (23:31-Pleite) geboten hatten. So etwas ist nicht zu akzeptieren", kritisierte Jasmin Camdzic in einem Interview mit dem vereinseigenen Pressedienst die Auftritte der Wetzlarer. Der Sportliche Leiter erklärte: "Wir sind im April noch einmal sehr deutlich geworden und haben die Spieler in die Pflicht genommen."

"Die Auftritte im Mai waren dann wieder auf einem sehr guten Niveau. Da hat das Team gezeigt, was in ihm steckt", meinte Camdzic. Aus den vier Mai-Spielen gegen allesamt namhafte Gegner holten die Mittelhessen drei Punkte (Derbysieg in Kassel, Remis gegen Hannover) und verkauften sich auch bei den Niederlagen (gegen Kiel und in Magdeburg) teuer. "Das wirft dann die Frage auf: Wie kann es sein, dass eine Mannschaft, die so viel Talent besitzt, solchen Leistungsschwankungen unterlegen ist, so dass wir im Mai immer noch nicht den Klassenerhalt gesichert hatten", so Jasmin Camdzic.

"Vielleicht ist der Eindruck entstanden, wir wären schon weiter"

Nach einem schwierigen Saisonstart unter dem neuen Trainer Frank Carstens hatten die Wetzlarer bis Weihnachten schon 17 Punkte geholt. Das hat nach Meinung des Sportlichen Leiters zu Nachlässigkeiten innerhalb des Teams geführt: "Mein Gefühl ist, dass sich etwas auf dem Erfolg von vor Weihnachten ausgeruht wurde. Vielleicht ist der Eindruck entstanden, wir wären schon weiter und vielleicht wurde einiges auch als selbstverständlich hingenommen. Das heißt nicht, dass wir nicht intensiv gearbeitet haben. Aber in den Bereichen Mentalität, Kommunikation und Innovation haben wir vielleicht etwas nachgelassen."

"Wir müssen aber hier in Wetzlar von Juli bis Juni in allen Bereichen konsequent, intensiv und qualitativ gut arbeiten, um über die gesamte Saison ohne große Schwankungen ein Leistungslevel zu halten", betonte Camdzic.

bec