Bundesliga (D)

Kramers Hoffnungsträger heißen Kral und Mollet

Schalke: Mittelfeld-Duo überzeugt gegen Hoffenheim

Kramers Hoffnungsträger heißen Kral und Mollet

Sein Auftritt macht Hoffnung: Alex Kral.

Sein Auftritt macht Hoffnung: Alex Kral. IMAGO/Revierfoto

Beim 0:3 gegen die TSG Hoffenheim zum Auftakt des 10. Spieltags kassierte Schalke nicht nur die Saisongegentore Nummer 22 bis 24, sondern auch die vierte Niederlage in Folge, erstmals sind die Gelsenkirchener auf einen direkten Abstiegsplatz abgestürzt (6 Punkte). Trotzdem sprachen sich die Klubbosse dafür aus, weiter an Frank Kramer festzuhalten. Allerdings darf sich die akzeptable Darbietung am Freitag nicht als einmaliges Ereignis entpuppen. Der Aufsteiger muss nun daran anknüpfen, und zwar schon am Dienstag im Pokal bei der TSG. Andernfalls sind Kramers Tage gezählt.

Die gesamte Mannschaft habe in der Liga gegen Hoffenheim nach dem desolaten Spiel in Leverkusen (0:4) "eine Reaktion gezeigt", freute sich der Trainer. Hoffnung darauf, dass die Königsblauen damit eine Trendwende eingeläutet haben, geben vor allem die Auftritte von Alex Kral und Florent Mollet. Die beiden Sommerzugänge traten als beste Schalker Feldspieler in Erscheinung.

Kral hatte in den ersten vier Saisonspielen in der Anfangsformation gestanden, ehe ihm Florian Flick im defensiven Mittelfeldzentrum den Rang ablief. Gegen die TSG feierte Kral (Einjahresvertrag) sein Startelf-Comeback und untermauerte seine Fähigkeiten als Führungsfigur, die defensiv gut blocken und nach vorne mutig agieren kann.

Angesichts des Auftritts von Mollet, der den Pfosten traf und das Schalker Offensivspiel immer wieder antrieb, stellte sich die Frage, warum Kramer den 30-Jährigen bislang kaum zum Zuge kommen ließ - Mollet spielte gegen Hoffenheim 72 Minuten und damit fast so lange wie an den vorherigen neun Spieltagen zusammen.

Kramer verweist auf "Eingewöhnungszeit"

Kramer verwies nach dem 0:3 auf die "Eingewöhnungszeit", die einer wie Mollet benötige: "Er kommt aus einer anderen Liga und spricht eine andere Sprache." Schalke ist Mollets erste Auslandsstation, der Franzose wechselte im Sommer für eine Ablöse von 500.000 Euro von Montpellier HSC (Vertrag bis 2025) in den Pott.

Kramer erklärte, das Trainerteam habe Kral und Mollet auf die Anforderungen gegen Hoffenheim "gut vorbereitet". Das Mittelfeld-Duo habe "die Intensität angenommen, die in der Bundesliga gefragt ist". Schaffen es Kral und Mollet, ihre Leistungen nun immer wieder zu bestätigen, könnte dies dazu beitragen, dass Kramer seinen Job behalten darf.

Toni Lieto

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