Tennis

Kurios: Verletzter Alexander Zverev kann Nummer 1 werden

Djokovic darf nicht einreisen - Medvedev muss viele Punkte verteidigen

Kurios: Verletzter Zverev kann Nummer 1 werden

Verletzt und dennoch auf dem Sprung zur Nr. 1? Alexander Zverev.

Verletzt und dennoch auf dem Sprung zur Nr. 1? Alexander Zverev. IMAGO/Hasenkopf

Seit dem verlorenen Halbfinale bei den French Open stand Zverev nicht mehr auf dem Platz, eine schwere Fußverletzung machte ihm das unmöglich. Inzwischen ist der Schock längst verdaut und der 25-Jährige arbeitet eifrig an seiner Rückkehr auf die Tour. Und die könnte er bestenfalls sogar als Weltranglistenerster begehen.

Dafür gibt es im Kern zwei Gründe: Da wäre der ungeimpfte Novak Djokovic, der nach derzeitigem Stand der Dinge nicht nach Nordamerika reisen darf und daher nicht in der Lage sein wird, irgendwelche Punkte zu holen. Dann gibt es noch Daniil Medvedev, der aktuell die Weltrangliste anführt.

Medvedev vor kniffliger Aufgabe

Der Russe hat in den kommenden Tagen und Wochen aber viel zu verlieren. Der 26-Jährige muss beim laufenden Turnier in Los Cabos (Mexiko) und vor allem beim ATP-Masters im kanadischen Montreal punkten, um vor Zverev zu bleiben. Medvedev muss in Mexiko mindestens das Finale erreichen. Gelingt ihm das nicht, muss er in Kanada ins Viertelfinale kommen. Auch im Falle eines Halbfinales in Los Cabos und dem Erreichen der 3. Runde in Montreal, würde Medvedev seinen Platz an der Sonne verteidigen.

Medvedev, der am Donnerstag in Los Cabos beim 6:4, 6:3 gegen den australischen Außenseiter Rinky Hijikata den 250. Sieg seiner Karriere einfuhr, hat gewiss keine übermenschliche Aufgabe vor sich - aber dennoch ist es nicht unmöglich, dass er es nicht schafft und Zverev am 15. August auf einmal die neue Nr. 1 des Herren-Tennis ist. Es wäre ein wenig kurios, wenn Zverev, der 2022 schon mehrfach die Chance auf die Nummer 1 nicht hatte nutzen können, ausgerechnet in seiner verletzungsbedingten Abwesenheit den Tennis-Thron erobern würde.

Ungeachtet dessen wäre Zverev nach Boris Becker erst der zweite Deutsche, der das geschafft hätte. Für die deutsche Nummer 1 geht es derzeit ohnehin nur darum, wieder fit zu werden. Ob ihm das bis zu den US Open, dem letzten Grand Slam des Jahres gelingt, ist derzeit ungewiss.

drm

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