FIFA WM

WM 2022: Kevin De Bruyne versteht Auszeichnung nicht

Courtois eigentlich der Matchwinner der Belgier

"Man of the Match": De Bruyne versteht Auszeichnung nicht

Zeigte auch nicht seine beste Leistung: Kevin De Bruyne.

Zeigte auch nicht seine beste Leistung: Kevin De Bruyne. AFP via Getty Images

Die Belgier stehen in den letzten Jahren bei großen Turnieren immer auf dem Zettel der Favoriten. Mit der Leistung vom Mittwochabend gegen Kanada werden die Roten Teufel aber nichts mit dem Titel zu tun haben. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez spielte nicht gut, ließ hinten sehr viel zu und entfachte nach vorne nicht die gewohnte Gefahr. Das 1:0 gegen Kanada war am Ende äußerst schmeichelhaft. 

Wir, mich inbegriffen, haben nicht gut gespielt.

Kevin De Bruyne

"Wir, mich inbegriffen, haben nicht gut gespielt", sagte Kevin De Bruyne bei der Pressekonferenz nach der Partie. "Gut ist, dass wir das Spiel trotzdem gewonnen haben." Dass dies genau so kam, lag allen voran an Keeper Thibaut Courtois von Real Madrid. Der Schlussmann zeigte die ein oder andere starke Parade, entschärfte zudem einen Elfmeter von Bayerns Alphonso Davies. 

"Ich wusste, dass Davies öfter diese Seite wählt. Ich habe mich ein bisschen bewegt, um ihn nervös zu machen, ich hatte nichts zu verlieren", berichtete der Keeper, dessen Plan voll aufging. Den holprigen Start der Belgier wollte er nicht überbewerten. Es gebe keine einfachen Spiele in einer WM-Vorrunde: "Schauen Sie sich Argentinien und Deutschland an."

De Bruyne wird Spieler des Spiels

Blieb nach der Partie nur noch die Frage des Spieler des Spiels, der in aller Regel aus dem Team des Siegers stammt. Und diese Wahl der FIFA überrascht dann doch, denn es wurde De Bruyne, der wahrlich nicht sein bestes Spiel machte und vom kicker die Note 4,5 bekam, ausgezeichnet. Normalerweise hätte es eine klare Sache für Courtois sein müssen, der Matchwinner war und vom kicker mit einer 1,5 zum Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde. Auch Siegtorschütze Michy Batshuayi wäre sinnvoller gewesen als der Mann von Manchester City.

Über die Wahl wunderte sich dann auch De Bruyne selbst. "Ich habe keine Ahnung, warum ich 'Spieler des Spiels' geworden bin. Vielleicht wegen meines Namens", sagte der ehemalige Bremer und Wolfsburger nach der Begegnung. Aber Auszeichnung hin oder her, für die Belgier dürfte unisono klar sein, dass sie sich in den nächsten Spielen steigern müssen.

mst