Int. Fußball

Verlässt PSG den Parc des Princes?

"Sie leben auf einem anderen Planeten"

Nach knapp 50 Jahren: Verlässt PSG den Parc des Princes?

Hat der Parc des Princes als PSG-Spielstätte ausgedient?

Hat der Parc des Princes als PSG-Spielstätte ausgedient? imago images/Picture Point LE

Dass die gut 48.000 Plätze für die Ansprüche der katarischen Investoren zu wenig sind, ist bereits seit geraumer Zeit ein offenes Geheimnis. Für einen Ausbau bedarf es allerdings der Zustimmung der Stadt Paris, der das 1972 fertiggestellte Stadion gehört. PSG, das als Pächter fungiert, will diese Hürde gerne umgehen und den Parc des Princes kaufen. Das Problem: Auch hier müsste man sich zunächst mit der Stadt einigen.

Wie eine Quelle aus dem Verein nun gegenüber "L'Equipe" bestätigte, liegen PSG und Paris beim Kaufpreis aber noch weit auseinander. Berichten zufolge verlangt die Stadt rund 350 Millionen Euro - deutlich zu viel für den Geschmack von PSG, da man bereits 85 Millionen in eine Renovierung vor der EM 2016 gesteckt hatte. "Wir möchten eine vernünftige Vereinbarung treffen, aber aktuell befindet sich der Stadtrat auf einem anderen Planeten", zitiert die Sportzeitung die Quelle.

Umzug ins Stade de France?

Da eine Einigung aktuell nicht in Sicht ist, macht man sich im Verein offenbar Gedanken über einen Alternativplan. Und dieser lautet: Umzug. Das Stade de France (80.000 Plätze), in dem derzeit vorwiegend die französische Nationalmannschaft spielt,  soll eine Option sein, laut Bericht denkt der Verein aber auch über einen Neubau nach und hat bereits mehrere mögliche Orte ausgemacht. In Poissy, wo PSG aktuell ein neues Trainingszentrum baut, seien zwei Grundstücke als geeignet ausgemacht worden. Außerdem komme eine Pferderennbahn in Saint-Cloud infrage.

Nicht unwahrscheinlich - gerade mit Blick auf die vergangenen Geschäfte der katarischen Besitzerfirma QSI - erscheint allerdings auch die Möglichkeit, dass PSG gar nicht die Absicht hat, die seit knapp 50 Jahren angestammte Heimstätte zu verlassen, mit den lauten Überlegungen aber öffentlich Druck auf die Stadt ausüben und den Kaufpreis drücken möchte. Sollte das Stadion tatsächlich ins PSG-Eigentum übergehen, steht eine Vergrößerung auf rund 60.000 Plätze im Raum.

mib