Int. Fußball

FC Getafe muss Haupttribüne teilweise schließen

Fans hatten Sevilla-Akteure beleidigt

Nach Rassismus-Vorfall: Getafe muss Haupttribüne teilweise schließen

Das Stadion des FC Getafe wird aus Gründen in den kommenden drei Spielen nicht ganz so viele Zuschauer enthalten wie üblich.

Das Stadion des FC Getafe wird aus Gründen in den kommenden drei Spielen nicht ganz so viele Zuschauer enthalten wie üblich. Getty Images

La-Liga-Klub FC Getafe ist vom spanischen Fußballverband RFEF bestraft worden. Das Mittelfeldteam (Platz 11) muss in seinen nächsten drei Heimspielen ohne einen Teil seiner Anhänger auskommen. Grund für die Sperre von Teilen der Haupttribüne sind "rassistische und xenophobische Beleidigungen", wie auch Marca und der Guardian berichten.

Fans hatten Acuna als Affen bezeichnet - und mehr

Was war passiert? Am Samstag im Punktspiel gegen den FC Sevilla (0:1) sind Gästetrainer Enrique Sanchez Flores und der argentinische Weltmeister Marcos Acuna sehr schwer vom Getafe-Anhang beschimpft worden. Der Verteidiger stammt laut den Zuschauern von Affen ab, der Coach ein "Zigeuner", dies war von den Rängen zu vernehmen. Schiedsrichter Javier Iglesias Villanueva stoppte das Spiel daraufhin in der 68. Minute. Dies war Teil eines La-Liga-Protokolls.

Des Weiteren bestraft der RFEF Getafe mit einer Geldstrafe über 27.000 Euro. Einer Verbandsmitteilung war zu entnehmen, dass der gesperrte Bereich - es solle sich nur um denjenigen handeln, aus dem die Rufe zu vernehmen waren - auf der Tribüne eine sichtbare Botschaft enthalten muss, die gewalttätige, rassistische, fremdenfeindliche und intolerante Handlungen im Fußball verurteilt und das Fairplay unterstützt.

"Spiele können nicht mit Rassisten auf der Tribüne weitergehen"

Real Madrids Flügelspieler Vinicius Junior, der in Spanien bereits mehrfach rassistisch beschimpft wurde, sprach sich für die Betroffenen aus. Via Social Media ließ der brasilianische Nationalspieler verlauten: "Rassisten müssen entlarvt werden, und die Spiele können nicht mit ihnen auf der Tribüne weitergehen. Wir werden nur dann einen Sieg erringen, wenn die Rassisten die Stadien verlassen und direkt ins Gefängnis gehen, wo sie hingehören."

mje

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