Bundesliga (D)

Dr. Reinhard Rauball kandidiert nicht mehr als BVB-Präsident

Nach insgesamt 23 Jahren im Amt

Nachfolger steht bereit: Rauball kandidiert nicht mehr als BVB-Präsident

Er kandidiert im November nicht noch einmal als BVB-Präsident: Dr. Reinhard Rauball.

Er kandidiert im November nicht noch einmal als BVB-Präsident: Dr. Reinhard Rauball. imago images

Als seinen Nachfolger wird Rauball dem Wahlausschuss seinen bisherigen Stellvertreter, Dr. Reinhold Lunow, vorschlagen. Das teilte der BVB am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.

"Ich bin in jeder Minute meiner Amtszeit stolz gewesen, Präsident dieses großartigen Vereins sein zu dürfen. 23 Jahre lang habe ich dieses Amt mit viel Herzblut ausgefüllt", wird Rauball zitiert: "Borussia Dortmund mit all den Abteilungen und Facetten unseres Vereins war immer ein prägender Bestandteil meines Lebens, ist es nach wie vor und wird es immer sein. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass ich gleich drei Mal die Ehre hatte, meiner Borussia, die so tief in die Gesellschaft hineinwirkt, als Präsident dienen und daran mitwirken zu können, sie aus schwierigen Situationen zu führen."

FE:male #11 - Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker
05. August 202201:04:31 Stunden

FE:male #11 - Hans-Joachim Watzke & Svenja Schlenker

Wir starten in die neue Saison, und das mit einer überraschenden Folge: wir haben gleich 2 hochinteressante Gäste! In der Zentrale von Borussia Dortmund treffen wir Hans-Joachim Watzke und Svenja Schlenker. Sie ist die Leiterin der Mädchen- und Frauenfußball Abteilung des BVB. Erst vor Kurzem gegründet, wird der Verein mit Bewerbungen von Spielerinnen überhäuft, die gerne das schwarz-gelbe Trikot tragen wollen. Unsere Gäste erzählen, warum sie nicht einfach eine Lizenz für die Bundesliga gekauft haben und die Abteilung organisch wachsen soll. Gemeinsam diskutieren wir über Equal Pay, die Zukunft des Frauenfußballs und mögliche Wachstumspotenziale. Schlenker verrät zudem, warum sie in der vergangenen Saison sogar nochmal selbst aufgelaufen ist. Außerdem spricht der Geschäftsführer des BVB und Aufsichtsratsvorsitzende der DFL über die Konkurrenzfähigkeit der Liga nach den Abgängen von Haaland und Lewandowski, den traurigen Ausfall von Sébastien Haller, und die Neuzugänge für die kommende Saison. Darüber hinaus erklärt Watzke, warum Trainer Edin Terzic ein bisschen geschützt werden muss, warum er vor dem Derby gegen Schalke immer schon Tage vorher einkaufen geht, und ob er damit rechnet, dass die Bayern im Kampf um die Meisterschaft ein bisschen müde werden.

weitere Podcasts

Rauball will sich auf "Karriere als Tennis- und Fußballspieler" konzentrieren

Mit mehr als 160.000 Mitgliedern ist Borussia Dortmund heute einer der größten Vereine Deutschlands. "Und auch wenn ich ab November wieder verstärkt an meiner Karriere als Tennis- und Fußballspieler arbeiten werde, versichere ich ihnen allen schon heute, dass ich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit und selbstverständlich auch im Anschluss daran alles in meiner Macht Stehende zum Wohle unseres Vereins tun werde", so Rauball abschließend.

Rauball war 2004 zum insgesamt dritten Mal in das Amt des BVB-Präsidenten gewählt worden. Während seiner ersten Amtszeit von 1979 bis 1982 ging der seinerzeit 32 Jahre alte Jurist als jüngster Präsident eines Fußball-Bundesligisten in die Geschichte ein; seine zweite Amtsperiode zwischen 1984 und 1986 stand im Zeichen einer wirtschaftlichen Krise des BVB, die nicht zuletzt dank Rauballs strategischer Entscheidungen erfolgreich bewältigt werden konnte. 2004 schließlich stellte er sich in einer Phase, in der der BVB mehr denn je um seinen Fortbestand bangte, erneut zur Verfügung und führte ihn aus der Krise.

Persönlich verbindet Reinhard und mich ein fast schon einzigartiges Vertrauensverhältnis.

Hans-Joachim Watzke

"Der Entscheidung von Reinhard Rauball begegnen wir mit dem größtmöglichen Respekt. Unser Präsident hat sich herausragende Verdienste um den BVB erworben", sagt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Dafür sind ihm alle Borussen zu großem Dank verpflichtet. Seine Bereitschaft, sich in der existenziellsten Krise unseres Klubs im Jahr 2004 erneut für das Amt des Präsidenten zur Verfügung zu stellen, bildete das Fundament für alles, was daran anschließend und bis heute beim BVB entstanden ist. Persönlich verbindet Reinhard Rauball und mich ein ganz außergewöhnliches, fast schon einzigartiges Vertrauensverhältnis."

msc

Thumbnail

Torschützenkönig-Check: Wer wird Lewandowski-Nachfolger?

alle Videos in der Übersicht