Bundesliga (D)

Handball: Philipp Ahouansou - "Das geht einfach nicht"

Nach deutlicher Niederlage gegen die Füchse

Philipp Ahouansou: "Das geht einfach nicht"

Auch David Späth konnte eine deutliche Niederlage nicht verhindern.

Auch David Späth konnte eine deutliche Niederlage nicht verhindern. Krause / Rohdiamant.net

"Trotz einer starken Berliner Mannschaft, ist es nicht unser Anspruch, zuhause mit acht Toren zu verlieren. Das geht einfach nicht, dass wir zuhause mit acht Toren verlieren, egal gegen welche Mannschaft. Wir haben eine ganz gute erste Halbzeit hingelegt, aber der Sprung von minus drei auf minus zehn geht zu schnell und zu leicht. Da müssen wir auf jeden Fall in die Nachbetrachtung gehen", bilanziert ein enttäuschter Philipp Ahouansou nach dem Spiel.

Grund für die deutliche Niederlage waren seiner Meinung nach "viel zu viele leichte Fehler, die ohne Einfluss vom Gegner kommen. Das bricht uns am Ende das Genick. Wir haben die Chance, in der zweiten Halbzeit noch einmal ranzukommen, aber wir werfen zu viele einfache Bälle weg."

"Wir hatten sie gut in der ersten Halbzeit. Wir hätten noch verkürzen können, hätten mit geringerem Abstand in die Halbzeit gehen können. Dann ist es einfach dieses Gesamtpaket von individuellen Fehlern und Unkonzentriertheiten", muss auch ein gut aufgelegter David Späth die Deutlichkeit der Niederlage akzeptieren.

Dabei muss er allerdings auch die Leistung seiner Gegner anerkennen: "Berlin nutzt das natürlich eiskalt, ist wahrscheinlich eine der besten Mannschaften der Welt im Moment. Dann wird es schwer, da etwas zu holen."

Rechtsaußen Tobias Reichmann ergänzt: "Wir müssen unsere einfachen Fehler abstellen. Wir werfen zu viele einfache Bälle weg, die dann im Konter enden. Wir müssen im Angriff einfach stabiler und fehlerfreier spielen."

Abstand zu Spitzenteams

Das 28:36 gegen die Füchse Berlin ist nicht die erste deutliche Niederlage gegen eine Spitzenmannschaft in dieser Saison. Vor Kurzem verloren die Löwen erst mit 26:35 gegen die SG Flensburg-Handewitt sowie 24:38 gegen den SC Magdeburg.

"Man sieht: wir halten gegen jedes Topteam 30 Minuten mit, vielleicht 35 Minuten. Dann kommt dieser Bruch, wo wir uns einfach komplett abschießen lassen, die einfachsten Fehler machen und nicht bei uns bleiben. Das finde ich einfach schade, weil diese Mannschaft eigentlich besser ist. Das darf uns nicht passieren", so Späth.

Ähnlich sieht das auch Ahouansou. "Sie (Anm. d. Red.: die Füchse) haben auch keine Topleistung heute gebracht, aber es hat für sie gereicht. Das ist umso bitterer, dass wir dann sehen, wie weit der Abstand doch auf die Topteams ist. Das tut weh, aber wir müssen weiter daran arbeiten, um dann auch irgendwann dort oben anknüpfen zu können."

Trotz der langen Niederlagenserie wollen die Löwen den Kopf nicht in den Sand stecken: "Natürlich ist es nicht optimal gelaufen. Das ist kein Geheimnis, wenn wir jede Woche darüber reden, wie viele Minuspunkte wir geholt haben. Die Saison läuft nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, aber es bringt nichts, uns jetzt darüber zu ärgern. Wir müssen da irgendwie rauskommen und das hilft nur, wenn wir irgendwie Spiele gewinnen. Dafür muss unsere Leistung über 60 Minuten konstant bleiben", blickt David Späth nach vorne.

EL auswärts bei RK Nexe

Weiter geht es für die Löwen am Dienstag im Hinspiel der European League-Playoffs bei RK Nexe. Dort erwartet Späth und seine Mannschaft ein "mega intensives Spiel. Da wird die Halle brennen. Wir müssen alles reinwerfen. Das ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Spiele des Jahres für uns, damit wir noch etwas reißen können dieses Jahr. Wir werden voller Elan am Dienstag auflaufen."

"Uns erwartet eine bockstarke kroatische Mannschaft, mit vielen bekannten Namen. Das wird keine einfache, aber definitiv eine machbare Aufgabe", fährt auch Philipp Ahouansou mit Respekt nach Kroatien. Auch für Tobias Reichmann ist die Zielsetzung klar: "Wir müssen uns eine gute Ausgangslage für das Rückspiel verschaffen und dann werden wir sehen, wo die Reise hingeht."

Die European League hat eine hohe Bedeutung für die Rhein-Neckar Löwen: "Das ist immer noch ein Wettbewerb, in dem wir Titel holen können und deswegen ist es uns mega wichtig, dort jetzt alles nochmal reinzuwerfen. Ich weiß, dass da alle drauf brennen. Es ist leider gerade einfach so, dass es in der Bundesliga nicht so läuft und wir vielleicht dort besser punkten können oder uns dort noch einmal anders beweisen können", so Ahouansou.

Merle Klingenberg