Nationalteam

Rangnick hadert mit erstem Gegentor - und bangt um drei Stammkräfte

Alaba, Arnautovic und Weimann angeschlagen

Rangnick hadert mit erstem Gegentor - und bangt um drei Stammkräfte

Ralf Rangnick sah eine klare Niederlage seiner Mannschaft.

Ralf Rangnick sah eine klare Niederlage seiner Mannschaft. GEPA pictures

Nichts wurde es für das österreichische Nationalteam mit der Überraschung in Frankreich: Die Mannschaft von Ralf Rangnick verlor gegen den amtierenden Weltmeister am fünften Spieltag der Nations League in Saint-Denis verdient mit 0:2 und bekam dabei deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Nations League

"Der Gegner war stark heute. Sie haben wirklich so gespielt, wie man sich das normalerweise von einem Weltmeister erwartet. Wir haben heute zwar alles versucht, aber waren auch nicht auf unserem allerbesten Niveau. Deswegen müssen wir das Ergebnis auch akzeptieren", erklärte Teamchef Ralf Rangnick im "ORF"-Interview.

Pentz über seine Glanztat: "Im Endeffekt nichts wert"

Dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, hatte Österreich in erster Linie Tormann Patrick Pentz zu verdanken. Seine beste Tat verzeichnete der 25-Jährige in der 35. Minute, als er gegen Antoine Griezmann mit einer Glanzparade zunächst den Rückstand verhinderte. "Im Endeffekt ist das nichts wert, weil wir das Spiel dann leider verlieren", meinte Pentz, dessen Vorderleute beim Führungstreffer der Franzosen (56.) im Zweikampfverhalten gegen Kylian Mbappé keine gute Figur abgaben. Vorwurf machte der Reims-Legionär seinen Teamkollegen aber keinen: "90 Minuten ist ein Mbappé richtig schwierig zu verteidigen."

Ähnlich sah es Christopher Trimmel, der vor allem mit der Entstehung des ersten Gegentreffers haderte: "Beim 1:0 war alles in der Vorwärtsbewegung und dann wird es schwierig. Davor hatten wir aber eine gute Phase." Rangnick pflichtete dem Rechtsverteidiger bei: "Dieses Tor zu diesem Zeitpunkt darfst du so nicht kriegen. Egal, wie gut der Gegner ist." 

ÖFB-Rekordspieler: Wer ist Österreichs "Mister Minute"?

Marko Arnautovic, der in Saint-Denis zum Rekordteamspieler avancierte, hielt sich unterdessen nicht allzu lange mit Einzelheiten der Partie auf: "Es war nicht einfach, gegen sie zu spielen und man muss klipp und klar sagen, sie haben verdient gewonnen. Sie sind Weltmeister. Ich glaube bei der nächsten WM werden sie wieder ganz oben mitspielen. Sie haben auch noch viele Ausfälle gehabt. Man sieht einfach, dass sie Weltklassespieler haben."

Arnautovic musste das Spielfeld in der 64. Minute angeschlagen verlassen und droht somit das abschließende Heimspiel gegen Kroatien am Sonntag zu verpassen. Gleiches gilt für David Alaba und Andreas Weimann. "Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt", meinte Rangnick, ohne genauer auf die Verletzungen seiner drei Stammkräfte einzugehen.

Frankreich steckt Ausfälle besser weg

Fraglich ist zudem, ob Andreas Ulmer nach seinem Magen-Darm-Infekt rechtzeitig fit wird. Neben dem Linksverteidiger wurden in Saint-Denis auch der gesperrte Kevin Danso und der verletzte Konrad Laimer aus österreichischer Sicht schmerzlich vermisst. Das seien zwei Spieler, die "wir auf dem gleichen Niveau nicht haben", so Rangnick. Die Franzosen verkrafteten die Ausfälle zahlreicher Topstars hingegen gut. "Wenn man sich die Bank anschaut, die sie heute hatten und wen sie noch nachlegen konnten ... Ich glaube, die haben (...) 50 Spieler, die auf absolutem Spitzenniveau spielen können", konstatierte Rangnick.

Nach der 0:2-Niederlage liegt die ÖFB-Elf vor dem letzten Spieltag einen Punkt hinter der Equipe Tricolore auf dem letzten Platz. "Wir werden alles daran setzen, das Spiel am Sonntag zu gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass die Franzosen in Dänemark nicht gewinnen", baut Rangnick auf Schützenhilfe aus Skandinavien. 

nf

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