Bundesliga

Ratloser Klose: "Die Jungs kriegen es nicht umgesetzt"

Altach im Krisenmodus

Ratloser Klose: "Die Jungs kriegen es nicht umgesetzt"

Wirkt ratlos: Miroslav Klose.

Wirkt ratlos: Miroslav Klose. GEPA pictures

Seit nunmehr sieben Pflichtspielen wartet der SCR Altach auf einen vollen Erfolg. Gegen Austria Klagenfurt half am Samstag auch der 1:0-Führungstreffer durch Alexis Tibidi (39.) nichts, die Vorarlberger mussten sich der Elf von Peter Pacult letztlich klar mit 1:4 geschlagen geben. Und bilden mit fünf Punkten nach neun Spieltagen somit weiterhin das Schlusslicht der österreichischen Bundesliga.

Bundesliga - 9. Spieltag

In Altach schrillen längst die Alarmglocken, bester Beleg hierfür ist der Rücktritt von Sportdirektor Werner Grabher in der vergangenen Woche. Trainer Miroslav Klose wird aktuell noch nicht in Frage gestellt, doch allmählich werden auch dem WM-Rekordtorschützen nur mehr Siege weiterhelfen. So richtig schien der 44-Jährige nach dem Spiel gegen Klagenfurt jedoch selbst nicht mehr an eine Trendwende zu glauben.

Klose bemängelt Mutlosigkeit

Insbesondere das schwache Defensivverhalten stieß bei Klose auf Unverständnis. "Im Sechzehner musst du den Mann decken, da kannst du nicht im Raum stehen. Das ist alles klar abgesprochen, aber die Jungs kriegen es nicht umgesetzt", meinte der einstige Weltklassestürmer nach der Partie am "Sky"-Mikrofon. Gegenüber dem "ORF" wurde der 44-Jährige noch deutlicher: "Ich höre bei uns nicht einen, der seinen Mitspieler unterstützt. Wir kommunizieren zu wenig. Diese Fehler und diese Mutlosigkeit sind für mich schwierig zu akzeptieren"

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Angesichts des schwachen Saisonstarts wächst der Unmut auch beim Anhang der Altacher. Im Finish skandierten zahlreiche Fans "Wir haben die Schnauze voll", Klose äußerte für die Reaktion der Zuschauer Verständnis: "Ich habe mich nach dem Spiel mit ein paar Leuten unterhalten. Das geht hier ja schon eine Zeit lang so." In der abgelaufenen Spielzeit gelang Altach erst am letzten Spieltag der Sprung ans rettende Ufer. Es scheint, als müssten sich die Fans auch in dieser Saison wieder auf den Abstiegskampf einstellen. 

Pink avanciert zum Matchwinner

Nichts mit diesem zu tun haben will man in Klagenfurt. Durch den überzeugenden Auswärtssieg schoben sich die Kärntner in der Tabelle vorerst auf Rang fünf vor. Matchwinner im Ländle war Markus Pink mit einem Dreierpack. "Es hat bei mir bis zum 31. Lebensjahr gedauert, dass ich im Profifußball drei Tore schieße. Vor allem in der Bundesliga. Ich bin schon überglücklich", zeigte sich der Mittelstürmer erfreut.

Trainer Peter Pacult war ebenfalls zufrieden: "Das is natürlich ein toller und auch ein verdienter Sieg. Es freut mich natürlich auch für die Mannschaft, weil auswärts hier in Altach 4:1 zu gewinnen, ist nicht einfach." Für Klagenfurt geht es nach der Länderspielpause mit dem Auswärtsspiel in Hartberg weiter, Altach gastiert in Ried.

nf