eSport

"Rennsport" zeigt erstes Gameplay - 100 Sim-Racer zum Test geladen

Münchner Entwickler übt sich in Transparenz

"Rennsport" zeigt erstes Gameplay - 100 Sim-Racer zum Test geladen

Pros bei der Arbeit - auf einem exklusiven Hands-On konnten 100 Sim-Racer erstmals den virtuellen Hockenheimring in der Rennsport-Alpha umrunden.

Pros bei der Arbeit - auf einem exklusiven Hands-On konnten 100 Sim-Racer erstmals den virtuellen Hockenheimring in der Rennsport-Alpha umrunden. Rennsport via Twitter

Monaco Grand Prix, Indy 500 und die 24 Stunden auf dem Nürburgring - Motorsport-Interessierte waren am vergangenen Wochenende beschäftigt. Genau in dieses volle Programm platzierte der Münchner Entwickler "Competition Company" die erste geschlossene Alpha-Testphase ihrer Racing-Simulation "Rennsport".

Mitte April erst der Öffentlichkeit vorgestellt, wurden jetzt 100 Sim-Racer nach München geladen, um selbst Hand anzulegen.

Sim-Racing Pros auf dem Rennsport-Sitz

Mit dabei erfolgreiche Teams wie Williams eSport, G2 oder Team Redline und Fahrer aus der ganzen Welt.

So reiste McLaren Shadow Pilotin Emily Jones extra aus Australien an. Mit Enzo Bonito drehte ein eROC-Champion genauso seine Runden, wie F1 Pro Series Vizemeister Frederik Rasmussen. Zumindest letzterer war froh um die Verschiebung seines Flugs am Sonntagnachmittag, konnte er so wenigstens noch das Formel 1 Rennen verfolgen, wie er auf Twitter mitteilte.

Das ganze Wochenende konnten sich die Sim-Racer nicht nur ein Bild des aktuellen Stands von "Rennsport" machen, sondern auch ihr Feedback an die Entwickler weitergeben.

Das Versprechen der Münchner, "Rennsport" sei eine Simulation "von Racern, für Racer", wird offenbar schon früh ernst genommen. Bereits in der Ankündigung hieß es, Spezialisten aus vielen Bereichen des Motorsports würden in den Entwicklungsprozess integriert.

Bei dem Hands-On Event am Wochenende wurde nicht nur das Fahrverhalten auf Herz und Nieren geprüft: Da die Simulation den eSport in den Fokus rückt, wurden zwei Rennen im Knock-Out System auf dem Hockenheimring gefahren.

Beide gewann der Italiener Enzo Benito. Am Sonntag gab es ein Zeitfahren auf dem legendären Hügel des Goodwood Festival of Speed, das der in Deutschland lebende Australier Josh Rogers für sich entschied.

Keine Integration von NFTs

Die frühe Transparenz kam bei Sim-Racern und Community gleichermaßen gut an. Auf den sozialen Plattformen sprudelten Neuigkeiten im Minutentakt an die Öffentlichkeit.

Rennsport Event Small

Alle Augen auf "Rennsport" am Wochenende in München. Rennsport via Twitter

"Andere Simulationen sollten besser einen Gang zulegen, 'Rennsport' meint es ernst", stellte Risto Kappet nach dem Event fest. Der Grundtenor war bei vielen derselbe, wie beim Piloten des Teams von Roman Grosjean, R8G: Es sei noch einiges zu tun, die neue Racing-Simulation befinde sich jedoch auf einem guten Weg, so die einhellige Meinung.

In einem Q&A seien den Anwesenden des Events viele Fragen von CEO Morris Hebecker und seinem Team beantwortet worden - das schafft Transparenz. Infolge der Ankündigung im April gingen die Entwickler auf Nachfragen, was digitales Eigentum im Spiel bedeute, nicht ein. Am Wochenende machte Hebecker jedoch deutlich, Rennsport "ist kein ******* NFT-Game."

Vielmehr soll eine Technologie gefunden werden, die die virtuelle Historie eines Gewinnerfahrzeugs mit den jeweiligen Fahrerinnen und Fahrern verbindet. Jeder soll in "Rennsport" besitzen können, was er beisteuere. "Wir werden eine Technologie finden, die das ermöglicht", so der CEO weiter.

VR-Support bestätigt, Roadshow gestartet

Bereits im Vorlauf des Events veröffentlichte Competition Company erstes Gameplay-Material. Das zeigt Ausschnitte einer gefahrenen Runde auf dem Hockenheimring - Grafik und Fahrverhalten machen einen vielversprechenden Eindruck.

Die Veröffentlichung von "Rennsport" ist derzeit für Ende 2023 geplant. Erste Rennen mit dem eSport-Veranstaltungsexperten ESL und eine Beta-Phase sollen bereits Anfang des nächsten Jahres abgehalten werden. Zudem seien VR-Support, Tag- und Nacht-Zyklen, Ranked Multiplayer, Mod-Support und jede Menge Boliden abseits der GT3-Serie geplant.

Das "Rennsport"-Event konnte einige Unklarheiten der Ankündigung beseitigen und nicht nur bei den anwesenden Sim-Racern Hoffnung streuen. Am 31. Mai starten die Münchner Entwickler ihre Roadshow: Interessierte können sich zum Start in der BMW Welt in München selbst vom aktuellen Stand der Simulation überzeugen und ein paar Runden durch die Rennsport-Alpha drehen.

Benja Hiller

Rennsport

Deutsche Racing-Sim "Rennsport" mit erstem Gameplay

alle Videos in der Übersicht