2. Bundesliga (D)

Schalke-Boss Tillmann: "Man wird Feuer löschen müssen"

Hitzige Zusammenarbeit zwischen Manga und Wilmots

Schalke-Boss Tillmann: "Man wird Feuer löschen müssen"

Vorstandsboss Matthias Tillmann baut Schalke 04 radikal um.

Vorstandsboss Matthias Tillmann baut Schalke 04 radikal um. IMAGO/Pakusch

Schalke 04 baut alles um - den Kader, aber auch das Co-Trainer- sowie das Funktionsteam. Vorstandsboss Matthias Tillmann bremst im kicker-Interview (Montagsausgabe) daher bewusst die Ansprüche für die neue Saison.

"Wir können nicht erwarten, dass wir am 1. Spieltag mit einer eingespielten Truppe an den Start gehen. Es wäre falsch, den Fans das zu suggerieren", sagt der Vorstandsvorsitzende. "Ich glaube, dass wir erst im Laufe der Saison realistisch einschätzen können, wohin die Reise gehen kann."

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Er und seine Führungscrew "sind davon überzeugt, dass wir einen Kader zusammenstellen können, der die Qualität hat, im oberen Drittel mitzuspielen - das muss der Anspruch von Schalke 04 sein und so ist auch das Budget aufgestellt". An Schalkes "bisherigen Transferaktivitäten kann man schon sehr gut sehen, dass wir stark auf Spieler setzen, die noch keine großen Namen haben, sondern Entwicklungspotenzial bieten".

"Da muss man jetzt am Anfang viel Geduld mitbringen"

Das wiederum hängt mit Schalkes neuer Langfriststrategie zusammen. "Wenn wir - vielleicht im nächsten, vielleicht im übernächsten Jahr - wieder aufsteigen sollten, wollen wir dann auch einen Kader haben, der nicht wieder umgebaut werden muss, sondern der stark genug ist, um in der 1. Liga nicht direkt wieder gegen den Abstieg spielen zu müssen", sagt Tillmann. "Da muss man jetzt am Anfang viel Geduld mitbringen."

Für den besten Mix ist Planungsdirektor Ben Manga hauptverantwortlich. In seinen ersten Wochen wirkt er auf Tillmann "bemerkenswert ruhig". Manga "arbeitet sehr strukturiert und ist jemand, der genau weiß, was er will. Was mir besonders imponiert ist, dass er immer zwei, drei Schritte vorausdenkt".

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Voller Harmonie scheint die Zusammenarbeit zwischen ihm und Sportdirektor Marc Wilmots aber nicht zu sein, wie Tillmann durchblicken lässt. "Wir glauben an die Konstellation", betont Tillmann, um zu ergänzen: "Wir haben bereits durch unsere vielen Änderungen Situationen erlebt, die nicht einfach waren. Da hat sich schon gezeigt, dass es auch dann funktionieren kann, wenn man harte Entscheidungen treffen muss."

"Reibung erzeugt Wärme"

Tillmann wolle "nicht abstreiten", dass hier und da bereits Feuer drin gewesen ist. "Es ist auch gut, dass es leidenschaftliche Diskussionen gibt. Reibung erzeugt Wärme. So heißt es und so ist es auch. Solange man die gut einsetzt, ist es eine optimale Konstellation. Sicher wird man hier und da auch mal ein Feuer löschen müssen, wenn zu viel Wärme entsteht, aber das ist völlig in Ordnung, solange jeder immer das große Ganze im Blick hat."

Wie Matthias Tillmann Schalkes Zukunft plant, erklärt er im kicker-Interview (Montagsausgabe, hier auch als eMagazine.).

Toni Lieto

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