Nationalteam

Schlager stärkt Sabitzer den Rücken: "Hat jetzt das nächste Highlight, wo er sich beweisen kann"

Mittelfeld-Motor muss bei EM zusehen

Schlager stärkt Sabitzer den Rücken: "Hat jetzt das nächste Highlight, wo er sich beweisen kann"

Xaver Schlager ist überzeugt, dass Marcel Sabitzer mental wieder in die Spur finden wird.

Xaver Schlager ist überzeugt, dass Marcel Sabitzer mental wieder in die Spur finden wird. GEPA pictures

Am Mittwoch geht es für das österreichische Nationalteam bei der EM in Deutschland so richtig los. Dann steht das erste Teamtraining in Berlin an, wo man sich auf den kommenden Auftakt gegen Frankreich (17. Juni, 21 Uhr, LIVE! bei kicker) vorbereiten wird, um einen möglichst positiven Start in das Großturnier hinzulegen. Xaver Schlager, der wegen eines Kreuzbandrisses das Event in seiner Wahlheimat verpassen wird, sieht bei ServusTV in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" die Mannschaft mental bereit: "Gestern war ich noch mit ihnen essen und man merkt, dass sie sich freuen und gespannt sind. Es kann losgehen." Nach drei freien Tagen trifft das ÖFB-Team nun im EM-Quartier aufeinander, um sich den letzten Schliff vor dem Turnierstart zu verleihen.

EM - Gruppenphase

Die Anreise in die Hauptstadt Deutschlands tritt die ÖFB-Auswahl mit ordentlich Selbstvertrauen an. Bereits seit sieben Spielen ist die Mannschaft nun schon unbesiegt und feierte dabei sechs Siege. Nach dem knappen 2:1-Erfolg über Serbien musste man sich zuletzt im abschließenden Probelauf gegen die Schweiz aber mit einem Unentschieden zufrieden geben und konnte dabei vor allem in der ersten Halbzeit nicht das gewohnte Leistungspensum erreichen.

ÖFB-Teamchef Rangnick reagierte mit scharfer Kritik, was Ex-Profi Florian Klein durchaus positiv bewertet: "Es gibt welche, die sich da zufrieden zeigen. Er hat den anderen Weg gewählt. Das zeichnet ihn aus. Er will was verbessern. Das schätzen wir an ihm. Er sensibilisiert und hat darauf hingewiesen, dass es nur mit hundert Prozent geht."

Schlager hebt ÖFB-Kollektiv hervor

Der "Warnschuss" kam für den ÖFB-Teamchef zu rechten Zeit, der nun mit seiner Mannschaft fünf Tage Zeit hat, um sich auf das schwere Auftaktspiel gegen Titelfavorit Frankreich vorzubereiten. Aufgrund der vergangenen Leistungen wird Österreich trotz der anspruchsvollen Gruppe in der Vorrunde etwas zugetraut beim Großevent im Nachbarland. Auch Klein sieht die ÖFB-Auswahl - obwohl wichtige Stammkräfte ausfallen - in Deutschland definitiv nicht chancenlos: "In der Schweiz haben wir schon viel gesehen. Die Mannschaft spielt einen aktiven Stil. Wir haben genug Spieler, die da drankommen. Wenn auch vielleicht nicht so ganz an dieses Niveau. Über die Spieler nachdenken, die nicht dabei sind, hilft uns nicht. Wir müssen auf die schauen, die dabei sind und mit denen können wir ein super Turnier spielen."

Zwar werden neben Xaver Schlager auch Kapitän David Alaba, Angreifer Sasa Kalajdzic sowie Torhüter Alexander Schlager schmerzlich vermisst, für den Leipzig-Profi sollte aber ohnehin vielmehr die Mannschaft im Vordergrund stehen: "Mir würde es wie bei Italien gefallen. Wenn die Mannschaft überwiegt. So wie das Innenverteidigerduo um Chiellini und Bonucci. Es ist ein Mannschaftssport und man fokussiert sich zu sehr auf einzelne Spieler." Das Kollektiv macht das ÖFB-Team laut dem 26-Jährigen auch so unberechenbar: "Wir sind sehr variabel. Oft denkt man, dass Dinge nicht aufgehen, und im Spiel funktioniert es dann. Ich bin sicher, dass sie sich was einfallen lassen."

Mehr zum Thema

Zuversicht versprüht Schlager auch gegenüber Marcel Sabitzer, der nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit Borussia Dortmund gegen Real Madrid einen mentalen Knicks bekommen hat und sich daher in den vergangenen beiden Testspielen nicht bereit dazu sah, dem Team aktiv auf dem Platz helfen zu können. "Ich war noch nicht in dieser Situation und tue mir schwer. Es braucht wahrscheinlich ein bisschen Zeit. Die ersten zwei Tage sind sicher schwer", meint Schlager, der aber sicher ist, dass der BVB-Profi rechtzeitig in die Spur finden wird: "Er hat jetzt wieder das nächste Highlight vor sich, wo er sich beweisen kann."

Klein glaubt an Arnautovic

Das will auch Marko Arnautovic, der keine einfache Saison bei Inter Mailand hinter sich hat und es in 35 Pflichtspielen für seinen Klub nur auf sieben Treffer brachte. Auch im ÖFB-Team wartet der 35-Jährige, der in der abgelaufenen Spielzeit immer wieder mit Verletzungen zu  kämpfen hatte, bereits seit September 2023 auf sein nächstes Tor. Florian Klein ist aber dennoch von einer wichtigen Rolle des ÖFB-Rekordnationalspielers bei der EM überzeugt: "Die Neunerposition ist in vielen Spielen schwierig. Ich würde Marko da nicht abschreiben, man kann ihn immer brauchen. Über seine Qualitäten brauchen wir nicht diskutieren."

Beim Auftakt gegen Frankreich und in weiterer Folge in den Duellen gegen Polen (21. Juni, 18 Uhr, LIVE! bei kicker) und die Niederlande (25. Juni, 18 Uhr, LIVE! bei kicker) kann der routinierte Angreifer zeigen, was noch in ihm steckt. Mit Michael Gregoritsch, der Ende März mit einem Hattrick beim 6:1-Erfolg über die Türkei aufzeigen konnte, sowie Überraschungsmann Maximilian Entrup wartet aber starke Konkurrenz, die sich ebenfalls beim Großevent beweisen möchte. Für das österreichische Nationalteam kann das nur positiv sein, welches mit großer Vorfreude für einen gelungenen Auftritt bei der Europameisterschaft sorgen will.

ma

Marta trifft Vinicius Junior: Brasilianer bereitet sich auf Copa America vor

alle Videos in der Übersicht