Bundesliga (D)

Wo Nmecha sich noch verbessern kann

Selbstkritischer VfL-Stürmer entschuldigt sich bei Marmoush

Wo Nmecha sich noch verbessern kann

Hätte früh zum Wolfsburger Matchwinner werden können: Lukas Nmecha.

Hätte früh zum Wolfsburger Matchwinner werden können: Lukas Nmecha. IMAGO/Christian Schroedter

Was der Knackpunkt dafür war, dass sich die Wolfsburger zum Auftakt gegen Aufsteiger Werder so schwertaten, war für Lukas Nmecha relativ klar. "Bremen ist mit viel Feuer gekommen, sie haben mit viel Tempo gespielt. Sie haben es mit ihren tiefen Laufwegen gut gemacht", analysierte der VfL-Stürmer. "Es war schwierig, Zugriff zu kriegen. Sobald wir Druck draufgepackt haben, waren die Achter immer am Laufen. Für unsere Sechser war das schwierig, sie mitzuverfolgen." In der zweiten Halbzeit habe sein Team es besser in den Griff bekommen, so der 23-Jährige. "Bei zwei erzielten Toren würde ich nicht sagen, dass wir keinen Zugriff hatten. Aber es könnte besser laufen. Der letzte Pass war nicht immer der beste, daran werden wir arbeiten."

Das war ein super Ball von ihm. Ich habe ihn nicht gesehen, weil ein paar Verteidiger vor mir standen.

Lukas Nmecha

Ein Pass allerdings kam recht gut und hätte Nmecha womöglich schon früh zum Matchwinner machen können: Beim Stand von 1:0 legte Omar Marmoush nach 20 Minuten geradezu mustergültig quer, Nmecha aber verfehlte die Kugel. "Das war ein super Ball von ihm. Ich habe ihn nicht gesehen, weil ein paar Verteidiger vor mir standen", entschuldigte der 23-Jährige und übte Selbstkritik. "Bei solchen Sachen kann ich mich noch verbessern. Es sind einfache Situationen, die man ein bisschen früher antizipieren muss."

Bundesliga, 2. Spieltag

Blick auf das Topspiel in München gerichtet

Freuen konnte sich der Nationalstürmer dennoch, weil er eine Flanke von Max Kruse sechs Minuten vor dem Ende so gut per Kopf verlängerte, dass ausgerechnet einer seiner Lieblingskollegen, Josuha Guilavogui, zum 2:2-Endstand treffen konnte. "Wir lieben alle Josh, er ist ein Anführer und hilft uns extrem", so Nmecha über den Mitspieler mit noch ungeklärter Zukunft. "Ich freue mich für ihn. Hoffentlich bleibt er die ganze Saison hier."

Positiv auch aus Nmechas Sicht: "Generell haben wir viel Teamgeist gezeigt, um am Ende noch das Tor zu machen. Der Punkt geht in Ordnung, jetzt haben wir ein schwieriges Spiel." In München nämlich. Trotz des eigenen Stolperstarts und dem Top-Auftakt des Rekordmeisters mit dem 6:1 in Frankfurt will Lukas Nmecha aber nicht schwarzsehen. "Wir wissen, wie Fußball ist. Jeder kann einmal so gegen Bayern verlieren. Wir werden natürlich alles tun, dass uns das nicht passiert."

Michael Richter

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